Streit um „Gedenkbaum“ für ehemaligen SPD-Fraktionschef Michael Hoffmann

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Margarethe Strathoff (re.) und Christoph Tetzner vom Vorstand "Wir für Unna". (Foto WfU)
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Der Wunsch des Bürgervereins „Wir für Unna“ nach einem „Gedenkbaum“ für den früheren SPD-Fraktionsvorsitzenden Michael Hoffmann (in dem leeren Rondell am Alten Markt/Wasserstraße) artet in einen offenen politischen Streit aus.

Sowohl die CDU (die einen Arbeitskreis für Gedenkorte vieler verdienter Unnaer favorisiert) als auch Michael Hoffmanns Partei, die SPD, lehnt den Vorschlag ab.

Dazu nehmen die Vorsitzenden des Vereins, Margarethe Strathoff und Christoph Tetzner, in einer Pressemitteilung vom Mittwochmittag (4.9.) wie folgt Stellung:

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Todestag von Michael Hoffmann jährt sich bereits zum 5. Mal in diesem Jahr. Ziel unseres Antrages war es, weder den Antrag von Frau Köhnemann zu konterkarieren, noch in die persönliche Erinnerungskultur der SPD einzugreifen.

Sowohl unser Verein als auch Frau Köhnemann haben im Vorfeld mit den Angehörigen gesprochen, bevor diese Anträge gestellt wurden. Ein Vorschlag der SPD zu diesem Thema wurde aber auch hier den Angehörigen nicht unterbreitet.

Jedwede Art der Erinnerungskultur sollte gepflegt werden. Eine Einrichtung eines Arbeitskreises, wie von der CDU und Herrn Fröhlich gefordert, findet dabei unsere vollkommene Unterstützung. In diesem könnten dann sowohl der Antrag von Frau Köhnemann (welcher leider aus der Liste der offenen Anträge per 31.12.2018 gestrichen war) als auch von unserem Verein diskutiert und vorbesprochen werden.

Hier würde sich auch der SPD die Chance bieten, Ihre Vorschläge zum Gedenken an Michael Hoffmann dem Arbeitskreis zu unterbreiten.

Ziel unseres Antrages war es, in Zeiten des Klimawandels auch auf dieser Ebene ein Zeichen zu setzen. Und auch hier wäre es angebrachter gewesen, inhaltlich nicht von „kleinem Stämmchen“ zu reden. Wenn auf Grund der finanziellen Ausstattung unserer Stadt nur Setzlinge gepflanzt werden können, wären wir gerne bereit den finanziellen Aufwand zu erbringen, um einen Baum in einer würdigen Größe dort zu setzen.

Michael Hoffmann liebte seine Stadt und Ihre Menschen; er würde sich freuen, wenn Menschen dann unter seinem Baum sitzen würden. Wo Menschen sind, da entstehen auch Verunreinigungen. In der Stadt werden diese in der Fußgängerzone aber täglich gereinigt. Nicht wie an Randbezirken, wo nur zum Stadtfest und der Festa Italiana sauber gemacht wird.

Mit freundlichen Grüßen: Für den Vorstand die Geschäftsführung von Wir für Unna e.V.“

Seit dem Sturm 2014 leer: das Rondell an der Wasserstraße/Alter Markt. (Foto RB)
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