Von Kirche bis Zeche: Tag des offenen Denkmals heute 9-fach im Kreis Unna

0
169
Förderturm der Zeche Grillo Kamen. (Foto RB)
Facebookrss

Von der Kirche über die Zeche im Norden bis zum historischen Bauernhaus im Süden des Kreises:

Zum Tag des offenen Denkmals laden am heutigen Sonntag, 8. September, auch wieder Bau- und Industriedenkmäler im Kreis Unna zu Besichtigungen ein.

Unsere Redaktion besuchte am Morgen die Zeche Monopol/Schacht Grillo in Kamen (siehe Fotos unten).

Hier die Beschreibungen der neun Denkmäler (https://tag-des-offenen-denkmals.de)

1. Zeche Monopol Schacht Grillo 1

Hans-Werner-Meyer-Straße, 59174 Kamen

Bei dem Fördergerüst über Schacht 1 handelt es sich um ein zweigeschossiges Einstrebengerüst von 1966-67. Es wurde als Dreibock mit angehängtem Führungsgerüst ausgeführt. Diese Konstruktion steht für die letzte Entwicklungsphase von Seilstützkonstruktionen im Ruhrgebiet. Das Fördergerüst Schacht Grillo zählt zu den wenigen noch erhaltenen Beispielen dieser vergleichsweise jungen Bauart.

www.industriedenkmal-stiftung.de

Öffnungszeiten und Programm am 8. September 2019

von 11:00 bis 17:00 Uhr (sonst nicht geöffnet)
Infostand der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur
Führung/-en: nach Bedarf
Führungsperson/-en: Mitarbeiter von Monopol 2000 – Verein zur Förderung der Bergbau- und Industriekultur
Anna Gerhard, Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, Tel.: 0231 93112242, E-Mail: gerhard@industriedenkmal-stiftung.de

 

2. Fröndenberg: Bauernhaus

Poststraße 1, 58730 Fröndenberg Ostbüren
Uta Görler
Uta Görler
Uta Görler

Westfälisches Bauernhaus, zweigeschossiger Vierständerbau von 1834, als Wohnhaus privat genutzt, wird seit 2014 mit ökologischen Baustoffen restauriert: Fachwerkgefache mit Lehmsteinen, Innenwanddämmung aus Holzfaser, Wandheizung in Lehmputz, verschiedene Lehmputzoberflächen. Zum Teil noch Baustelle, Deele und EG barrierefrei.

Öffnungszeiten und Programm am 8. September 2019

von 9:00 bis 18:00 Uhr (sonst nicht geöffnet)
Kinderprogramm: Herstellen von kleinen Lehmsteinen, daraus wird gemeinsam eine Lehmsteinburg gebaut
Führung/-en: nach Bedarf
Führungsperson/-en: Uta Görler, Zimmerermeisterin und Lehmbauerin
Thema: Natur- und ökologische Baustoffe, Zimmererarbeiten
Uta Görler, Lehm-Holz-Kunst, Mobil: 0151 40336734, E-Mail: utagoerler@gmx.de

3. Kamen-Heeren: Kath. Herz-Jesu-Pfarrkirche

Pröbstingstraße 11, 59174 Kamen Heeren-Werve

Neuromanische Kirche in der Bauform einer Basilika, erbaut 1910.

Heute von 10:00 bis 18:00 Uhr (sonst unregelmäßig geöffnet)
Kontakt:  Pfarrer Heimbrodt, Mobil: 02383 8246

4.  Lünen: Design beim Bauhaus

Zum Pier 74, 44536 Lünen Brambauer
Georg Almus

Objekte im Bauhausstil. Josef Albers, Ursula Bach-Wild, Gerry Rietveld, Wilhelm Wagenfeld, Marcel Breuer, Marianne Brandt.

heute von 11:00 bis 14:00 Uhr (sonst auf Anfrage geöffnet)
Führung/-en: nach Bedarf
Führungsperson/-en: Georg Almus und Jan Lübke
Georg Almus, Kunstverein Lünen, Tel.: 02306 55818, E-Mail: georg@almus.at
Jan Lübke, Lübke-Wohnen, Tel.: 0231 9870750

5. Lünen: Ev. Kirche

Jägerstraße 57, 44532 Lünen Süd
Andrea Ohm
Andrea Ohm

Die Kirche wurde in neugotischem Stil nach Plänen des Architekten Gustav Mucke erbaut und 1908 eingeweiht. In Lünen-Süd gehört sie zu den Wahrzeichen einer Epoche und erzählt die Geschichte des Stadtteils und seines Wandels. Besonders sehenswert sind die mechanische, von Hand aufzuziehende Turmuhr und die Orgel der Firma Furtwängler und Hammer. Sie wird zurzeit renoviert und gewährt Einblicke in sonst Verborgenes. Die Turmuhr ist eine der wenigen, die noch mechanisch betrieben werden.

www.horstmar-preussen.de

geöffnet zu den Programmpunkten (sonst unregelmäßig geöffnet)
Führung/-en: 11:00 Uhr
Führungsperson/-en: Andrea Ohm, Pfarrerin
Thema: Entstehung und Entwicklung der ev. Kirche Lünen-Süd und des gleichnamigen Stadtteils
Kontakt: Andrea Ohm, ev. Kirche, Tel.: 02306 963055, E-Mail: ohmand@web.de

6. Lünen: Freiherr-vom-Stein-Gymnasium

Friedenstraße 12, 44532 Lünen

Viergeschossiger Ziegelbau von 1931 mit drei Flügeln in Z-Form. Zwischen Klassentrakt und Aula betont ein überhöhter Turm den Haupteingang. Klassentrakt und Turm sind durch Gesimse in der Waagerechten betont. Flachdächer verstärken diesen Eindruck. Die Ecken sind abgerundet, der Nordflügel ist geschwungen. Das Gebäude zeigt Gedanken des Neuen Bauens, der Amsterdamer Schule, des Expressionismus. Es repräsentiert einen neuen reformpädagogischen Schulbautyp der Weimarer Republik.

www.stein-gymnasium.eu

7. Lünen: Kirche Hl. Familie

Jägerstraße 47, 44532 Lünen Süd
Pastoralverbund Lünen
Pastoralverbund Lünen
Pastoralverbund Lünen

Der Bau der neugotischen Kirche Hl. Familie steht im direkten Zusammenhang mit der Entstehung des Stadtteils Lünen-Süd, der Anfang des 20. Jhs. durch neue Arbeitsplätze in der Stahlindustrie entstand.

www.pastoraler-raum-luenen.de

geöffnet zu den Programmpunkten (sonst unregelmäßig geöffnet)
Führung/-en: 12:30 Uhr
Führungsperson/-en: Roswitha Mohrmann, Gemeindereferentin
Thema: Das reiche Bildprogramm der Chorfenster (u. a.)
Roswitha Mohrmann, kath. Kirche, Tel.: 02306 9280734, E-Mail: roswitha.mohrmann@pastoraler-raum-luenen.de

8. Lünen: Zeche Victoria 3/4

Gahmener Straße 187, 44532 Lünen Gahmen
Georg Almus
Georg Almus

1. Preußen-Keil (Foto 1), Die Bauanlagen befanden sich auf dem erhöhten, angeschütteten, keilförmigen Plateau, das von einer in der Nord–Südausrichtung 635 Meter langen, gestaffelten Böschungsmauer aus Sandsteinen aus der Schachtabteufung begrenzt wurde. Das keilförmige Plateau ist formalinhaltlich verwandt mit Eigenheiten der um 1969 entwickelten Land-Art mit dem Unterschied, dass der ab 1890 errichtete Preußen-Keil industriellen Zwecken diente. 2. Architektur Prof. Fritz Schupp 1957 (Foto 2).

von 15:00 bis 17:00 Uhr (sonst auf Anfrage geöffnet)
Führung/-en: auf Anfrage
Führungsperson/-en: Georg Almus

9. Werne: Konditorei Bisping

Steinstraße 14, 59368 Werne

Wohn- und Geschäftshaus von 1929 nahe Kirchplatz von Wenning und Wehmeyer. Bauhausstil, Café/Restaurant, Gesellschaftsraum im Erdgeschoss. In den 1960er- und 1970er-Jahren Umnutzung, nur geringfügige Änderungen der Fenster und des Eingangsbereichs. Herausragende Eckgestaltung im Kernbereich. Soll der Stadt ein großstädtisches Gepräge verleihen; Dokument für die Entwicklung der modernen Architektur in Werne.

Petra Göbel, Tel.: 02389 71633
Brune-Schratz,Claudia, Tel.: 02389 71638
Facebookrss