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Ausschreitungen bei Union Berlin: BVB kritisiert scharf die Polizei

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BVB-Fahne. (Archivbild RB)
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„Um keinen falschen Eindruck aufkommen zu lassen: Borussia Dortmund toleriert keine Fan-Gewalt, auch keine reaktive! Nachweislich gewalttätige Fans grenzen wir aus!“

So deutlich, wie sich Borussia Dortmund von Fangewalt distanziert, so klar übt der Verein in einer Pressemitteilung vom heutigen Montag (9.9.) Kritik an der Polizei. Konkret wünscht sich der BVB nach den Ausschreitungen beim Auswärtsspiel gegen Union Berlin am 31. August „eine kritische Analyse auch von der Berliner Polizei“.

Statt „durch bloße Präsenz deeskalierend zu wirken, als rund 100 Union-Anhänger aufgrund einer stabilen Zaunanlage vergeblich versuchten, sich Zugang zum Gäste-Fanblock zu verschaffen, setzte die Polizei direkt Reizgas ein und löste panische Reaktionen aus. Aus Sicht des BVB erfolgte der Reizgas-Einsatz aus nicht nachvollziehbaren Gründen und z.T. von Positionen, die es nicht erlaubten, die wenigen gewaltbereiten Fans vom Gros der Unbeteiligten zu separieren“, kritisiert die Vereinsführung nachhaltig.

„Viele friedliche Fans, unter ihnen Eltern mit Kindern, wurden in den hinteren Reihen durch Reizgas verletzt. Die Polizei spricht auf Anfrage des BVB von 99 Hilfeleistungen des Sanitäts-/Rettungsdienstes im Umfeld der Partie. Bei 23 sei das Reizgas die sichere Ursache, zur Ursache der übrigen 76 Hilfeleistungen lägen aktuell keine Erkenntnisse vor.

Aus unserer Sicht nicht akzeptabel: BVB-Fanbeauftragte und Fanprojekt-Mitarbeiter wurden mitunter an ihrer Arbeit gehindert und körperlich angegangen. Interventions- und Konflikt-Arbeit war so kaum möglich.

Im Sinne der vielen unbeteiligten Verletzten wünschen wir uns auch von der Polizei eine kritische Auseinandersetzung mit der eigenen – aus unserer Sicht nicht schlüssigen – Strategie. Damit sich Szenen wie die vom 31. August nicht wiederholen“, schließt das Statement.

https://www.bvb.de/News

„Zu Auseinandersetzungen zwischen Fans zweier Fußballvereine kam es gestern Abend in Köpenick. Bei einem Punktspiel der Fußballbundesliga in einem Stadion an der Straße An der Wuhlheide kam es im Verlauf der ersten Halbzeit zu Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Anhängern der beiden Mannschaften“, schrieb die Polizei Berlin in einer Pressemitteilung am Morgen nach der Begegnung. Der Grund: Wegen der Choreo zu Beginn des Spiels mussten einige Union-Fans das Dach der Alten Försterei wieder verlassen. Das war aber nur möglich über den Gästeblock. Schwarzgelbe Fans hätten daraufhin versucht, die Berliner daran zu hindern. „Auf die folgenden Auseinandersetzungen zwischen den Fans wurden Einsatzkräfte der Polizei Berlin aufmerksam und griffen ein“, hieß es.

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