Gespuckt, geprügelt, gegrapscht, Polizisten als Nazis betitelt – Wochenende der Gewalt am Hauptbahnhof

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Dortmund Hauptbahnhof. (Archivbild RBU)
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Ein arbeitsreiches und durch zahlreiche Gewalttaten geprägtes Wochenende liegt hinter der Bundespolizei am Dortmunder Hauptbahnhof. In Stichpunkten zusammengefasst:

Samstag (07. September), 00:15 Uhr, randalierende Asylbewerber verletzen Bahnmitarbeiter:

Ein Ägypter und ein Algerier treten auf einem Bahnsteig mehrmals gegen den Führerstand eines wartenden Regionalzugs. Mitarbeiter der Bahnsicherheit sprechen die Männer ein, worauf diese versuchen, auf sie einzuschlagen. Die Security ruft Verstärkung. Als die Bundespolizei eintrifft, beruhigen sich die beiden Männer, klagen aber kurz darauf über Atemprobleme. Noch bevor der Rettungsdienst eintrifft, kollabiert der 25-jährige Algerier, wird mit einem RTW ins Krankenhaus gebracht, wo er später herumrandaliert.

Währenddessen sperrt sich sein 23-jähriger Begleiter gegen seine Kontrolle und versucht später in der Zelle, sich selbst zu verletzen. Auf richterliche Anordnung wird er später ins Polizeigewahrsam überstellt.

Gegen die beiden Asylbewerber, die in einer Unterkunft am Möhnesee gemeldet sind, leitete die Bundespolizei ein Strafverfahren wegen gefährlicher Köprerverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein. Durch den Vorfall werden zwei Bahnmitarbeiter verletzt.

 

02:30 Uhr: Mann greift grundlos Personengruppe an und verletzt sie erheblich – Prothese geht zu Bruch:

Nach Zeugenaussagen grundlos geht ein 25-jähriger Dortmunder am Nordausgang auf eine eine vierköpfige Personengruppe los, einen Schlüssel zwischen den Fingern seiner Faust benutzt er als scharfkantige Waffe. Der aggressive Deutsche verletzt die drei jungen Männer und die junge Frau (alle aus Dortmund) zum Teil erheblich im Gesicht. Zwei unbeteiligte Männer, die den Gewalttäter aufhalten wollen, werden ebenfalls angegriffen: Einer der beiden, 26 Jahre alt, bekommt einen so brutalen Kopfstoß, dass seine Zahnprothese zerstört wird.

Der Aggressor, mit 1,5 Promille alkoholisiert, versucht in der Bundespolizeiwache dann noch zu flüchten. Zur Verhinderung weiterer Straftaten wird er später ins Polizeigewahrsam eingeliefert, die Bundespolizei leitet ein Strafverfahren wegen Körperverletzung, gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung ein.

04:00 Uhr, nordafrikanisch-deutsches Trio aus Kreis Unna beklaut Taxifahrer:

Ein Taxifahrer am Bahnhofsvorplatz inforniert eine Polizeistreife darüber, dass ihm ein angeblicher Kunde sein Smartphone aus dem Taxi gestohlen hat. Die Beamten treffen auf einem Bahnsteig ein junges Trio aus dem Nordkreis Unna an – einen 18-jährigen Algerier, einen 16jährigen Marokkaner und einen 16-jährigen Deutschen. Der Älteste hat das Smartphone des Taxifahrers bei sich.

Die drei tischen den Polizisten die Geschichte auf,  hätten das Gerät zuvor im Keuningpark einem Mann abgenommen, der ihrerseits sie überfallen wollte. Konsequenz ist ein Ermittlungsverfahren wegen Diebstahls und Raubes gegen die drei.

Samstag, 05:20 Uhr, Sexuelle Belästigung:

Drei Männer umringen am Eingang des Hauptbahnhofs eine 28-jährige Frau, einer umarmt sie gegen ihren Willen , küsst sie auf den Hals. Der  48-jährige Pole wird  erkennungsdienstlich behandelt und hat nun ein Strafverfahren wegen sexueller Belästigung am Hals.

Samstag, 17:40 Uhr: Rassistisches Geschrei und Bedrohung mit vermeintlichem Messer:

Ein 41-jähriger Deutscher sitzt beim Halt einer S-Bahn in einem Bereich, der für Fahrräder und Kinderwagen freizuhalten ist. Als eine Frau mit Kinderwagen den Zug betritt, fordert ein 48-jähriger Ghanaer aus Witten den 41-Jährigen auf, den Bereich für die Frau freizumachen. Daraufhin brüllt der 41-Jährige los, wirft dem Afrikaner rassistische Beleidigungen ins Gesicht und bedroht ihn und einen weiteren Zeugen.

Ein vermeintliches Messer, das der betrunkene Obdachlose bei sich hat, stellt sich als Schlüssel heraus. Gegen ihn wird ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung, Nötigung und Bedrohung eingeleitet.

Sonntag, 01:00 Uhr: schreiend und spuckend Polizisten als „Nazis“ betitelt:

Laut schreiend und spuckend rennt ein 25-jähriger Afrikaner durch den Hauptbahnhof. Eine Streife der Bundespolizei überprüfe den Eritreer, der in Bönen gemeldet ist, dieser spuckt den Polizisten dabei mehrmals vor die Füße. Er bekommt einen Platzverweis für den Hauptbahnhof, geht in Richtung Ausgang, spuckt dort gezielt in Richtung einer Frau und zeigt den Bundespolizisten den Mittelfinger.

Aufgrund seines Verhaltens wird er in Gewahrsam genommen. Er wehrt sich wie wild, randaliert auf der Wache weiter und bespuckt das Mobiliar. Mit einer Spuckschutzhaube wird er schließlich ins Gewahrsam eingeliefert – dabei lässt er es sich nicht nehmen, die anwesenden Bundespolizisten (unter ihnen auch zwei Beamte mit Migrationshintergrund) als Nazis zu betiteln.

Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen Beleidigung und Widerstands eingeleitet.

Sonntag, 12:10 Uhr, polizeibekannter Gewalttäter muss gefesselt werden:

Im Personentunnel schlägt ein hoch aggressiver 26-jähriger Deutscher aus Düren auf einen 62-jährigen Rumänen ein. Mitarbeiter der Bahnsicherheit hielten den Mann bis zum Eintreffen der Bundespolizei fest. Das Opfer wird durch den Angriff im Gesicht verletzt. In der Bundespolizeiwache tritt der 26-Jährige gegen das Inventar und eine Tür und muss daraufhin überwältigt und gefesselt werden.

Bei seiner Durchsuchung wird Tierabwehrspray (Pfeffer) sichergestellt. Gegen den wegen zahlreicher Gewaltdelikte polizeibekannten Mann wird ein weiteres Strafverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet.

Montag, 03:20 Uhr: Möchtegern-MMA Kämpfer beleidigt Taxifahrer:

Montagfrüh schließlich bepöbelt ein polizeibekannter Obdachloser (42) zwei Taxifahrer, spuckt ihnen vor die Füße und fordert sie auf, einen Käfigkampf mit ihm durchzuführen. Ein  Atemalkoholtest ergibt 1,88 Promille – Strafverfahren wegen Beleidigung.

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