Der Kurpark verkommt – SPD Königsborn/Alteheide macht klare Ansage an Verwaltung

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Auch Farbschmiererei zieht im Park immer größere Kreise. (Foto RB)
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„Vermüllung, Vandalismus, Vernachlässigung und sogar Brandstiftung – es steht nicht gut um den Kurpark.“

Dies stellt unabhängig von zahlreichen Leserinnen und Lesern auch der SPD Ortsverein Königsborn-Alteheide fest und legt deshalb, so die Vorsitzende Hanna Schulze, „jetzt den Finger in die Wunde mit einer Anfrage an den Rat. Um deutlich zu machen, wie wichtig die Naherholungsfläche den Menschen – nicht nur in Königsborn – ist

Ein Gesamtkonzept für den Kurpark müsse her.

Im Ausschuss für Stadtentwicklung am heutigen Mittwoch, 11. 9. 19., steht der Antrag auf der Tagesordnung, den die Stadtteilgenossen im Juni in die politische Diskussion einbrachten.

Vermüllte Sitzsteine an der Jugendkunstschule. (Foto Privat /für RB)

Die SPD möchte folgende Fragen von der Stadt beantwortet haben:

1. Welche Maßnahmen plant die Verwaltung, um den Kurpark in einen ordnungsgemäßen Pflegezustand zu versetzen?

2. Existieren Pläne für die Entwicklung des Geländes der Jugendkunstschule sowie des Bistro im Kurpark? Wann kann mit einem Gesamtkonzept für den Bereich gerechnet werden und welche Meilensteine sieht die Verwaltung hierfür vor?

3. Bis wann gedenkt die Stadt das Bistro wieder in einen vermietbaren verpachtbaren Zustand zu versetzen?

4. Gibt es einen verbindlichen Zeitplan für die Instandsetzung des Pumpwerks Friedrichsborn?

5. Welche Schritte für eine Aufwertung des Kurparks im Hinblick auf Gestaltung und Ausstattung sind geplant, um mittel- und langfristig den Naherholungswert zu erhalten und womöglich noch zu steigern? 

Ortsvorsteher Wolfgang Ahlers vor dem abgesperrten Friedrichsborn. (Foto RB)

Ortsvorsteher Wolfgang Ahlers fordert zusammen mit einen Genossen  „ein Gesamtkonzept für den Bereich Bistro und Jugendkunstschule, um diesen Bereich zukunftsfest aufzustellen“. Auch zukünftig müsse ein zentraler Treffpunkt für alle Menschen in Unna mitten im Kurpark dazu einladen, gemeinsam Zeit zu verbringen.

Der Erhalt eines ordnungsgemäßen Zustandes und die Weiterentwicklung des gesamten Geländes müsse durch die Stadt sichergestellt werden.

Müllcontainer vor dem Café Bistro. (Foto RB)

„Leider können wir nicht mehr auf das ehrenamtliche Engagements des Kurparkvereins zurückgreifen. Damit ist das eingetreten, wovor wir immer gewarnt haben. Es gibt keinen Kümmerer“, bedauert Ortsvereinsvorsitzender Maik Luhmann. Wie von Rundblick berichtet, hatte sich der Verein vor zwei Jahren aufgelöst, und zwar im Zorn, da für die Zusammenarbeit mit der Stadt keine Perspektive mehr gesehen wurde.

„Unsere Forderungen gehen aber noch deutlich weiter“, betont Hanna Schulze: „Das Pumpwerk Friedrichsborn befindet sich in einem problematischen Zustand und auch die Beleuchtung der Parkeingänge muss wieder funktionsfähig hergestellt werden.“

Ihre Quintessenz ist eine klare Ansage an die Verwaltung:

„Zerstörung und Vernachlässigung zieht weitere Zerstörung und sinkende Akzeptanz nach sich. Hier ist die Stadt in der unmittelbaren Verantwortung.“

Von Brennesseln und Wildkraut eingewucherter Weg. (Foto RB)
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