„Gegen Überfremdung und Polizeiwillkür“: Rechtsradikalen-Demo in DO-Nord angemeldet

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Die Graffiti-Aktion, bei der Nazisymbole in Dorstfeld übersprüht wurden, hatte - auch wegen des hohen Polizeiaufgebotes dazu - Diskussionen zur Folge. (Foto Stadt DO)
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„Rechtsextreme haben für den nächsten Freitag (20. September) eine Demonstration in der Dortmunder Nordstadt gegen Überfremdung und Polizeiwillkür angemeldet“, teilt die Dortmunder Polizei mit.

Anlass dieser „erwarteten erneuten Anmeldung („Jetzt erst Recht – Nordstadt Demo“) ist u.a. die Annahme der Rechtsextremisten, dass ,die Dortmunder Polizei ihre Arbeit in sozialen Brennpunkten vernachlässige´“, schreibt die Behörde. „Hierzu nennen sie explizit die Dortmunder Nordstadt, in der bereits am Freitag (13. September) eine rechtsextremistische Versammlung angemeldet und durchgeführt worden war.

Die polizeiliche Kriminalstatistik zeigt aber ein ganz anderes Bild: In Wahrheit gehen die Straftaten in der Nordstadt seit mehreren Jahren deutlich zurück!“

Polizeipräsident Gregor Lange. (Foto: Polizei Dortmund)

Polizeipräsident Gregor Lange habe sich bereits vor der städtischen „Verschönerungsaktion“ der Dorstfelder Wand (am 6. September) mit der Thematik „Was kommt danach?“ befasst.

„Uns allen – Stadt, Bürgern und Polizei – war im Vorhinein klar, dass der „Graffiti-Einsatz“ zu Reaktionen der rechtsextremen Szene führen wird. Diese haben wir in unsere Bewertung der Lage einkalkuliert“, so der Polizeipräsident. „Die Dortmunder Polizei wird weiter dafür sorgen, dass die deutsche Rechtsordnung auch gegen Parallelgesellschaften von Neonazis mit Null Toleranz durchgesetzt wird. Nach dem gemeinsamen Vorgehen von Stadt, Bürgern und Polizei in Dorstfeld müssen und werden wir weiterhin wachsam sein!“

Die Versammlungsanmeldung für Freitag wird derzeit von der Polizei geprüft.

Pol DO

 

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