5000 Klimaschützer bringen mit Menschenkette Verkehr auf Wall zum Erliegen

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Versammlung Innenstadt
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Eine Menschenkette für den Klimaschutz wird am Freitag den Verkehr auf Dortmunds Verkehrsschlagader, dem Wallring, massiv beeinträchtigen oder sogar zum Erliegen bringen. Davor warnt die Dortmunder Polizei alle motorisierten Verkehrsteilnehmer. Besser die Innenstadt meiden, wenn man nicht mitdemonstriert.

Aufgrund einer angemeldeten großen Kundgebung zum globalen Klimastreiktag wird es auf dem Dortmunder Wall am Freitag, 20. September, Verkehrsstörungen und Sperrungen geben, kündigte die Polizei am Mittwoch an.

Die Teilnehmer der Demo, die für die Zeit von 11:45 bis 18:00 Uhr auf dem Friedensplatz angemeldet ist, werden ab dem Mittag eine Menschenkette über den südlichen Innenstadtwall bilden. Hierfür wird der Wall ab voraussichtlich 11:45 Uhr sukzessive gesperrt.

Die erwarteten 5000 Teilnehmer werden sich in zwei Gruppen aufteilen und entlang der Wegstrecke aufstellen. Beide Gruppen starten am Friedensplatz.

  • Die eine wandert von dort aus über die Prinzenstraße, Hansastraße, Hiltropwall (Innenwall in Fahrtrichtung), Hoher Wall, Westenhellweg bis zum Reinoldikirchplatz.
  • Die zweite Gruppe läuft in Richtung Olpe, Kleppingstraße, Südwall/Ostwall (Innenwall entgegen der Fahrtrichtung), Ostenhellweg bis zum Reinoldikirchplatz.

Ab dem späten Vormittag ist mit deutlichen Verkehrsbeeinträchtigungen im Innenstadtbereich zu rechnen. Nach Fertigstellung der Menschenkette wird diese für fünf Minuten geschlossen.

Anschließend finden sich die Versammlungsteilnehmer an der Reinoldikirche wieder zusammen und kehren über die Kleppingstraße und Olpe zum Friedensplatz zurück.

Die Polizei rechnet ab dem Vormittag bis in den Nachmittag mit mehreren Stunden, in denen der Verkehr sich in diesem Bereich staut oder sogar zum Erliegen kommt.

Aktuelle Informationen zum Einsatz gibt es auf dem Twitter Account der Polizei Dortmund: Polizei NRW Do. „Wir bitten Sie bereits heute eindringlich darum, diese vorhersehbaren Einschränkungen zu berücksichtigen und den Innenstadtbereich möglichst weiträumig zu umfahren“, betont sie.

Auch in der Innenstadt von Hamm wollen am Freitag über 1000 Schüler an der großen Fridays-for-Future-Demo teilnehmen.

 

Fridays for Future Demo, hier im Februar in Schwerte (Foto: Th. Schmithausen)

Seit Mitte Juni gibt es den Aufruf von Fridays for Future zu dem weltweiten Klimastreiktag am 20. September 2019.  In dem Aufruf heißt es:

„Jahre sind mit Gerede vergangen, mit unzähligen Verhandlungen, mit nutzlosen Vereinbarungen zum Klimawandel. Firmen, die fossile Brennstoffe fördern, dürfen jahrzehntelang ungehindert in unseren Böden schürfen und unsere Zukunft abfackeln. Politiker wussten seit Jahrzehnten über den Klimawandel Bescheid. Sie haben die Verantwortung für unsere Zukunft bereitwillig Profiteuren überlassen, deren Such nach schnellem Geld unsere Existenz bedroht.  Am Freitag, 20. September, werden wir mit einem weltweiten Streik eine Aktionswoche für das Klima beginnen. Wir bitten Sie, sich uns anzuschließen. Es gibt in verschiedenen Teilen der Welt viele verschiedene Pläne für Erwachsene sich zusammenzuschließen, Farbe zu bekennen und sich für unser Klima aus der Komfortzone heraus zu wagen. Lasst uns diese Pläne zusammenbringen, gehen Sie an diesem Tag mit ihren Nachbarn, Kollegen, Freunden und Familien auf die Straße, damit unsere Stimmen gehört werden und dies ein Wendepunkt wird…um alles zu verändern, brauchen wir alle. Es ist Zeit für uns alle, massenhaften Widerstand zu leisten- wir haben gezeigt, dass kollektive Aktionen funktionieren. Wir müssen den Druck erhöhen, um sicherzustellen, dass der Wandel passiert. Und wir müssen ihn gemeinsam beschleunigen. Dies ist also unsere Chance – schließt euch unserem Klimastreiks und -aktionen in diesem September an.“

Wer am globalen Klimastreik teilnehmen will, sollte zuvor das Gespräch mit den Arbeitnehmervertretung in seinem Unternehmen suchen, rät die Linke. „Natürlich ist es immer gut sich an die gewerkschaftliche Vertretung zu wenden und an die Betriebsräte, damit die eine Sanktionsfreiheit aushandeln“, sagte Linke-Parteichef Bernd Riexinger gegenüber der dpa. „Grundsätzlich gilt, je mehr Menschen in einem Betrieb organisiert mitmachen, desto mehr können sie sich erlauben. Außerdem können die Beschäftigen in vielen Betrieben ja auch ihre Mittagspause ein wenig verlängern.“ Die Linke ruft dazu auf, sich an dem Klimastreik am Freitag zu beteiligen. https://www.fr.de

 

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