Unnas Rat soll am Donnerstag Bebauungsplan für 3 Mio.-Asylunterkunft beschließen

2
404
Die Flüchtlingsunterkunft an der Kamener Straße 120 soll laut Ratsbeschluss vom 31. Oktober 2018 abgerissen werden und einem Neubau mit 13 Kleinwohnungen für rund 3 Mio. Euro Baukosten weichen. (Archivbild: Rundblick Unna)
Facebookrss

Für die an der Kamener Staße geplante Flüchtlingsunterkunft mit 13 Wohnungen (Baukostenansatz: ca 3 Mio. Euro) soll der Unnaer Stadtrat am Donnerstag, 26. 9., den Bebauungsplan als Satzung beschließen.

Wie berichtet, hatte die Politik das umstrittene Neubauprojekt  mehrheitlich beschlossen. CDU, FLU, Linke, FDP und weitere einzelne Ratsvertreter waren vehement dagegen, aus Kostengründen und wegen der aus ihrer Sicht ungenutzten Alternativen.

Der grundsätzliche Beschluss für den Neubau fiel entsprechend kontrovers  am 10. Oktober vorigen Jahres. Neben dem Königsborner Sportplatz an der Kamener Straße 120 sollen demnach zwei Wohngebäude und ein Gebäude mit Lager- und Kellerersatzräumen neu gebaut werden. Die vorhandene Asylunterkunft wird dafür abgerissen.

 13 öffentlich geförderte Wohnungen sollen entstehen, die, so formuliert es die Stadt in ihrer aktuellen Vorlage für die Ratssitzung am Donnerstag, „in der ersten Phase als Unterkünfte genutzt werden“. Danach sollen sie auch weiteren Nutzerkreisen eröffnet werden.

Für die westliche Teilfläche des Grundstücks liegt noch kein Nutzungskonzept vor. Die Stadt möchte hier „eine gemischte Nutzung von Wohnnutzung und/oder nicht wesentlich störendem Gewerbe“ ermöglichen.

Da Unnas Kämmerer nun allerdings im Juni eine unbefristete Haushaltssperre verhängt hat, forderte schon vor der Sommerpause die Freie Liste Unna (FLU),  gleich „im ersten Angriff“ die Millionen für den umstrittenen Neubau zu streichen:

„Die derzeitig relative Ruhe auf dem Flüchtlings- und Zuwanderungssektor sollte zur gezielten Suche nach alternativen Unterbringungsmöglichkeiten genutzt werden“, schrieb Fraktionschef Klaus Göldner in seinem Antrag.

Den  hochumstrittenen Neubau hatte die FLU als einzige Fraktion von Anfang an wegen Überteuerung und vorhandener Alternativen abgelehnt. CDU, FDP und Linke schlossen sich an, der Bau wurde dennoch knapp mit rotgrüner Mehrheit beschlossen.

 

Facebookrss

2 KOMMENTARE