Mit Fotos: Wie die Feuerwehr in der Nacht 330 Schafe vor dem Ertrinken rettete

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Ein gerettetes Tier wurde kurzzeitig in einem Feuerwehrfahrzeug betreut. (FW DO)
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Über den dramatischen Rettungseinsatz für eine Herde Schafe Sonntagnacht im Dortmunder Süden (wir berichteten schon am Morgen kurz) hat die Feuerwehr selbst eine eindringliche Schilderung mit Fotos veröffentlicht.

Hier ihr Bericht:.

Gegen 23:30 Uhr wurde die Feuerwehr in den Ortsteil Persebeck gerufen. Hier waren 350 Schafe einer Herde in Gefahr geraten, da die Weidefläche überflutet wurde. In einer großen Rettungsaktion konnten 330 Tiere vor dem Ertrinken gerettet werden.

Für 20 Tiere kam die Hilfe leider zu spät.

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war bereits erkennbar, dass circa 7 Hektar Weidefläche an einer Hanglage durch den Regen der letzten Stunden überflutet worden waren und sich die Schafe in höchster Gefahr befanden. Viele Tiere drohten zu ertrinken.

Über eine provisorische Brücke wurden die Schafe in Sicherheit gebracht

Umgehend wurden durch die Feuerwehr Rettungsmaßnahmen eingeleitet, um die Tiere aus der Gefahrensituation zu befreien. Hierzu war ein intensiver Personaleinsatz notwendig.

Die Rettung von 230 Tieren gestaltete sich als besonders herausfordernd, da die Wolle der Schafe mit Wasser vollgesogen war. Das Gewicht der Tiere erhöhte sich so deutlich. Sie mussten durch die Einsatzkräfte auf einen nicht überfluteten Teil der Weidefläche geleitet werden.

Die Spezialeinheit Wasserrettung der Feuerwehr Dortmund kam bei den Rettungsmaßnahmen mit einem Schlauchboot und den Tauchern zum Einsatz. Sie sicherten die Einsatzkräfte und unterstützten mit ihrer speziell für solche Einsätze konzipierten Ausrüstung.

Die Schafe auf der „Insel“

Etwa 100 weitere Tiere konnten durch die Feuerwehr auf einer Insel angetroffen werden. Von dort aus konnten sie über eine durch die Feuerwehr provisorisch errichtete Brücke in einen sicheren Bereich der Weidefläche geführt werden.

Für 20 Tiere kam leider jede Hilfe zu spät.

Die Rettungsaktion war durch das Gewicht und die hohe Anzahl der Tiere besonders intensiv. Erschwert wurden die Bedigungen noch durch regnerisches und stürmisches Wetter.

Um 3:45 Uhr konnte der Einsatz abgeschlossen werden und die Kräfte wieder zu ihren Standorten zurückkehren.

Insgesamt kamen etwa 120 Einsatzkräfte  der Berufsfeuerwehr und verschiedenen Löschzügen der Freiwilligen Feuerwehr zum Einsatz.“

Quelle: Feuerwehr DO

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