Stadt Dortmund muss Fußballmuseum jetzt mit 6stelligem Betrag unterstützen

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Das Fußballmuseum in Dortmund. (Foto Copyright Stadt DO)
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  • UPDATE 7. 11. 19: Der Verlust ist doppelt so hoch wie zunächst befürchtet: Die Museumsgeschäftsführer rechnen für 2019 und 2020 mit über 850.000 Euro Verlust. Das teilten sie heute dem Finanzausschuss mit. Grund seien Abschreibungen. Der DFB wird  250.000 Euro Miese übernehmen, für die Stadt bleiben über 600.000 Euro im Jahr. Sie spricht dennoch von einem Gewinn für Dortmund, das das Museum Touristen in die Stadt locke. (Quelle WDR)

Das DFB-Fußballmuseum entwickelt sich für die große Nachbarstadt zu einem kostspieligen Prestigeobjekt. Erstmals seit seiner Eröffnung vor 5 Jahren schreibt es rote Zahlen – und den größten Teil muss die verschuldete Stadt auffangen.

Für das noch laufende Haushaltsjahr wurden bereits 250.000 Euro im städtischen Haushalt eingestellt, für das kommende Jahr fast 300.000 Euro, und für das Folgejahr werde mit einem notwendigen Zuschuss von 360.000 Euro gerechnet, berichtet das Lokalradio 91,2.

Fehlende Abschreibungen technischer Anlagen würden sich bemerkbar machen, und anfängliche Fördermittel des Landes seien nun entfallen.

Ein laufendes Minus unter 500 000 Euro im Jahr würde laut so genanntem Konsortialvertrag vom DFB und der Stadt jeweils hälftig ausgeglichen. Was darüber hinausgeht, muss laut Vertrag die Stadt allein übernehmen.

Der DFB deckelte sein Risiko so auf maximal 250.000 Euro pro Jahr, heißt es in einem Bericht der Westdeutschen Zeitung (Online-Ausgabe).

Der Bund der Steuerzahler hatte vor dieser Entwicklung bei der Eröffnung des Museums nachhaltig gewarnt.

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