1,4 Mio. für neuen Steil-Radweg in Fröndenberg: FWG schaltet Kommunalaufsicht ein

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Quelle FWG Fröndenberg
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1,4 Millionen Euro für einen neuen Radweg mit stattlichem Gefälle, die Hälfte davon wäre aus dem Stadtsäckel zu zahlen – und wo genau der Radweg herlaufen soll, ist noch nicht einmal klar: Die Freie Wählergemeinschaft Fröndenberg (FWG) lässt das Vorgehen der Stadt bezüglich eines angekündigten neuen Nord-Süd-Radwegs jetzt von der Kommunalaufsicht überprüfen.

„Die Freien Wähler befürworten grundsätzlich jeden Ausbau des städtischen Radwegenetzes und jegliche Maßnahme zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes“, schreibt die FWG in ihrer Stellungnahme. „Diese Maßnahmen sollten … allerdings sinnvoll und zielführend sein und sich in einem adäquaten Kosten-Nutzen-Rahmen bewegen.“

Zudem ist nach Ansicht der FWG bei einem Kostenvolumen von knapp 1,4 Mio. Euro (Eigenanteil 665.000 Euro) zwingend ein Ratsbeschluss erforderlich.

„Insbesondere im Hinblick auf die anstehenden immensen Kosten der nächsten Jahre und der Tatsache, dass mit dem Geld im Stadtgebiet tatsächlich sinnvollere Probleme gelöst werden könnten, hat sich die Fraktion der FWG entschieden, hier zu intervenieren“, gaben Fraktionschef Matthias Büscher und der neue Fraktionsgeschäftsführer Lars Köhle in einer Pressemitteilung bekannt.

Landrat Michael Makiolla hat als kommunale Aufsichtsbehörde für die Stadt Fröndenberg eine offizielle Rechtsaufsichtsbeschwerde der FWG-Fraktion zugestellt bekommen.

Wo der avisierte Radweg konkret herverlaufen soll, erschließt sich Matthias Büscher bisher überdies noch nicht: „Für uns ist die Trassenführung nicht erkennbar“, kritisiert er, „es gab bisher keinen vorgelegten Plan. Das einzige, was ich weiß: Er geht durch die Wächelten und soll bis Frömern und Ostbüren geführt werden.“ Das Gefälle auf dieser Strecke ist zum Teil stärker als auf der „Eule“.

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