Gellende Schmerzensschreie – Hündchen auf Straße in Fröndenberg misshandelt

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Symbolbild, Quelle Pixabay
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Gellende Schmerzensschreie eines Hundes ließen Sandra F. (Name geändert) am Montagnachmittag gegen 15 Uhr in ihrer Wohnung in Fröndenberg heftig zusammenfahren. Die Schreie kamen von draußen, von der Westicker Straße.

Sandra F. rannte zum Fenster, und was sie sah, entsetzte sie: Ein Mann ging mit einem kleinen Mischlingshund auf dem Arm über die Straße – und plötzlich schlug er mehrmals brutal auf das Tier ein.

„Der Hund lag ganz still und lieb auf dem Arm, und plötzlich schlug er auf ihn ein – er hielt mehrmals kurz inne und schlug dann wieder zu“, berichtete uns die Fröndenbergerin am Telefon hörbar fassungslos. „Der kleine Hund hat so geschrien… das war ganz furchtbar!“

Vor Schreck erstarrt sah die Fröndenbergerin sodann, wie der Hund heftig zappelnd versuchte, sich aus den Armen des Mannes zu winden und den Schlägen zu entkommen. „Als der Herr ihn dann nicht mehr halten konnte, hat er ihn an beiden Vorderpfoten gepackt und so herunterhängend mit ausgestreckten Armen über die Straße getragen.“

Die entsetzte Tierfreundin sah den Mann dann mitsamt Hund in einem Haus verschwinden.

„Leider war ich nicht schnell genug draußen, um dem armen Hund zu helfen.“ Doch sie griff sich sofort und ohne zu überlegen das Telefon und wählte den Polizeinotruf. „Ich wollte der Polizei einen Fall von Tierquälerei melden. Der Beamte sagte mir jedoch, man wäre für solche Fälle nicht zuständig. Ich sollte mich ans Ordnungsamt wenden.“

Im Fröndenberger Ordnungsamt stieß Sandra F. auf mitfühlende Betroffenheit und zugleich auf Unverständnis wegen der Antwort der Polizei. „Man hat mir dort bestätigt, dass  Tierquälerei bei der Polizei gemeldet werden muss.“  Alternativ schlug man Sandra F. vor, sich ans  Kreis-Veterinäramt in Unna zu wenden.

Dort konnte die Fröndenbergerin am Nachmittag niemand Zuständigen mehr erreichen. „Ich werde aber sofort morgen dort anrufen und noch heute eine Mail schicken“, nahm sich die 40-Jährige am frühen Abend vor.

Beim Telefongespräch mit unserer Redaktion stand sie noch hörbar unter dem Eindruck des Erlebten. Der Hund sei optisch noch ein jüngeres Tier, ein kleiner Mischling, niedlich schwarz-weiß gepunktet. „Das Hündchen tat mir so leid, wie es da so schrie. Man erzieht doch kein Tier mit Schlägen! Und wenn jemand schon auf offener Straße seinen Hund so behandelt, wer weiß, was hinter geschlossenen Türen mit ihm passiert.“ Die Tierfreundin und selbst Hundehalterin mag das gar nicht weiterdenken. Sie hofft auf rasches Intervenieren der Behörden.

Am Montagabend rief Sandra F. noch einmal bei der Polizei in Unna an. Dort riet man ihr, Anzeige wegen Tierquälerei zu erstellen, und bestärkte sie darin, das Veterinäramt des Kreises zu informieren. Wir berichten nach.

  • Anm. d. Red.: Die Identität der Zeugin ist unserer Redaktion bekannt. Zu ihrem Schutz halten wir sie anonym.
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