Schwerer Raub, illegaler Aufenthalt – 18-Jähriger tauchte 2,5 Jahre unter

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Abtauchen kann für erstaunlich lange Zeit funktionieren... (Symbolbild, Quelle Pixabay)
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Den sechs Festnahmen binnen 72 Stunden am Wochenende am Dortmunder Airport und Hauptbahnhof folgten noch am Sonntagabend drei weitere.

Darunter die eines jungen Asylbewerbers, der wegen schweren Raubes und unerlaubten Aufenthalts von zwei Behörden gesucht wurde – seine Aufenthaltserlaubnis war seit März 2017 erloschen, im Anschluss tauchte er unter.

„Hervorgezogen“ wurde der 18-jährige Syrer am Sonntagabend, 6. Oktober, gegen 23:00 Uhr im Personentunnel des Hauptbahnhofs. Eine Streife überprüfte ihn dort – und da flog allerhand auf.

Die Dortmunder Staatsanwaltschaft hatte den Mann zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben, da er mit einem schweren Raub in Dortmund in Verbindung gebracht wird. Ebenfalls interessierte sich die Ausländerbehörde in Dortmund für ihn, weil ein Verfahren wegen unerlaubten Aufenthalts gegen ihnn anhängig ist.

Nachdem seine Aufenthaltsgestattung im März 2017 erloschen war, entzog sich der junge Mann dem Gesetz und war seit April 2019 nach unbekannt verzogen.

Er wurde festgenommen und ins Polizeigewahrsam eingeliefert. Zudem wurde ein erneutes Strafverfahren wegen unerlaubten Aufenthalts gegen ihn eingeleitet.

Die anderen beiden Festnahmen des Sonntagabends fanden am Flughafen statt:

Um 16 Uhr erwischten Bundespolizisten einen 42-jährigen Rumänen, der versuchte, mit einem Flug nach Bukarest auszureisen – ein Haftbefehl des Amtsgerichts Ahlen lag gegen ihn vorlag. Dieses hatte den 42-Jährigen bereits über zwei Jahre zuvor wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe von 300 Euro verurteilt. Den Betrag hatte er bislang nie beglichen.

Weil er die Geldstrafe inklusive 207,50 Euro Verwaltungskosten zahlte (507,50 Euro insgesamt), blieb dem Mann eine 30-tägige Ersatzfreiheitsstrafe erspart. Er konnte zahlen und ausreisen.

Und gegen 19 Uhr flog aus London ein 48-jähriger Pole am Airport ein, gegen den – ebenfalls seit Sommer 2017 –  ein Haftbefehl wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis vorlag, und zwar in Krefeld. Seine  Geldstrafe von 676,05 Euro konnte er auch jetzt nicht zahlen, weshalb er ersatzweise für 33 Tage in die Dortmunder JVA einfuhr.

 

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