Nach brutalen Sexualtaten im Sommer: Zwei Bergkamener wegen schwerer Vergewaltigung angeklagt

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Symbolbild Justizia / Quelle Pixabay
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Am 13. Juli wurde eine 15-Jährige abends in Oberaden brutal vergewaltigt und fast totgeschlagen;

keine vier Wochen später fiel ein vorbestrafter Sexualstraftäter aus Bergkamen auf dem gemeinsamen Nachhauseweg mit einer Bekannten über die junge Frau aus Kamen her, soll zuvor noch eine 16-Jährige vergewaltigt und mit einer Rasierklinge bedroht haben.

Ein Vierteljahr später hat die Dortmunder Staatsanwaltschaft nun gegen beide Tatverdächtgen Anklage wegen schwerer Vergewaltigung erhoben.

Wie Staatsanwalt Henner Kruse  in der BILD zitiert wird (Onlineausgabe), müssen die Beschuldigten mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren rechnen. Dem einschlägig vorbestraften Valerij B. droht außerdem Sicherungsverwahrung.

Wie damals auf Rundblick berichtet, wurde der mutmaßliche Vergewaltiger der 15-jährigen Schülerin kurz nach der brutalen Tat in Oberaden festgenommen. Der 32jährige polnische Handwerker hat selbst Kinder.  Er wohnt ganz in der Nähe des Tatortes.

  • Rückblick.

Die Jugendliche war an jenem 13. Juli gegen 22.30 Uhr auf dem Heimweg vom Bahnhof Oberaden und ging über die Bahnhofstraße in Richtung Postdamer Straße. Auf einem dunklen Fußweg in der Nähe des Bahndamms wurde sie von dem Unbekannten angesprochen. Im Laufe des Gespräches forderte der Mann sie auf, die Hose herunter zu ziehen. Als das Mädchen sich weigerte, ging der Fremde zum Angriff über. Er schlug brutal auf die 15-Jährige ein, vermutlich mit einer Pistole, hieb ihr damit mehrfach auf den Kopf.  „Der Mann ging dabei äußerst brutal vor, neben den Verletzungen am Kopf erlitt sie weitere an Armen und Hand“, schilderte Polizeisprecher Thomas Röwekamp damals die entsetzliche Rohheit dieses Angriffs. Anschließend missbrauchte der Täter die 15-Jährige.

Nachdem er geflüchtet war, gab sich die misshandelte Jugendliche auf der Rotherbachstraße einer jungen Mutter und deren Vater zu erkennen. Die beiden kümmerten sich sofort um das blutüberströmte junge Mädchen, alarmierten Polizei und Rettungskräfte. Das junge Mädchen lag unter anderem mit Schädelbruch tagelang im Koma.

Der vorbestrafte Sexualstraftäter Valerij B. (25) fiel am 11. August abends auf dem gemeinsamen Nachhauseweg über eine 21-jährige Bekannte aus Kamen her. Die beiden kannten sich schon länger.

Während der öffentlichen Suche der Polizei meldete sich noch ein weiteres Opfer, eine erst 16-jährige Schülerin, die Valerij B. den Ermittlungen zufolge an einem Teich missbraucht und mit einer Rasierklinge bedroht hatte.

Mit einem Großaufgebot inklusive Hunden und Hubschrauber suchte die Polizei nach dem flüchtigen Sextäter, um ihn nach vier Tagen im Münsterland zu ergreifen.

Beide Angeklagten schweigen zu den schwerwiegenden Vorwürfen.

 

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