Bistro im Kurpark wird entkernt

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Das Bistro im Kurpark nach dem Brand Mitte April. (Foto RB)
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Der Bistro-Betrieb im Könisborner Kurpark wird vorerst nicht wieder aufgenommen. Das teilte Unnas 1. Beigeordneter Jens Toschläger jetzt als Antwort auf den Fragekatalog der SPD Königsborn-Alte Heide mit, die mit großer Sorge die Entwicklung des Kurparks betrachtet.

Die Grünoase im Norden Unnas verwahrlose zusehens, und das gastronomische Angebot stehe nach dem Brand des Bistros an der Luisenstraße Mitte April in Frage: Wie denn diesbezüglich der Stand der Dinge sei?

Toschläger gab darauf eine  ernüchternde Antwort. Kein Bistro-Betrieb mehr im Café am Kurpark. Das Gebäude „wird entkernt“. (UPDATE 14. 10. – bitte Hinweis am Ende des Artikels beachten, die Auskunft war offenbar missverständlich.)

Müllcontainer vor dem Café Bistro. (Foto RB)

Was kommt, ist offen.

Die SPD des größten Stadtteil hat also mit ihrem Vorstoß bislang wenig erreichen können.

„Vermüllung, Vandalismus, Vernachlässigung und sogar Brandstiftung – es steht nicht gut um den Kurpark.“ So stellte der Ortsverein vor vier Wochen nach mehrfachen entsprechenden Berichten auf Rundblick Unna fest und wolle deshalb, so die Vorsitzende Hanna Schulze, „jetzt den Finger in die Wunde“ legen mit einer Anfrage an den Rat.

„Um deutlich zu machen, wie wichtig die Naherholungsfläche den Menschen – nicht nur in Königsborn – ist.“

Vermülltes Amphitheater an einem Sonntagmorgen, Foto einer Leserin.
Völlig kaputt: die kupferne Infosäule an der Jugendkunstschule. (Foto RB)
Von Brennesseln und Wildkraut eingewucherter Weg. (Foto RB)
Auch Farbschmiererei zieht im Park immer größere Kreise. (Foto RB)

Ortsvorsteher Wolfgang Ahlers fordert  zusammen mit seinen Genossen  „ein Gesamtkonzept für den Bereich Bistro und Jugendkunstschule, um diesen Bereich zukunftsfest aufzustellen“. Auch zukünftig müsse ein zentraler Treffpunkt für alle Menschen in Unna mitten im Kurpark dazu einladen, gemeinsam Zeit zu verbringen. Und den Erhalt eines ordnungsgemäßen Zustandes und die Weiterentwicklung des gesamten Geländes müsse die Stadt sicherstellen.

Wie kriegen das andere Städte hin?

Ein Blick lohnt z. B. nach Werl: Dort gibt es z. B. einen Verein, der sich speziell um das Gradierwerk kümmert, „Saline Werl e.V.“  Im Kurpark Königsborn – ebenfalls ehemaliges Solebad – scheiterte dieses Vorhaben. An Uneinigkeiten zwischen Kurparkverein und Stadt (man trennte sich vor einigen Jahren im Unfrieden) und am Geld.

Das Gradierwerk im Werler Kurpark. (Foto: Saline Werl e. V.)

UPDATE Montag, 14.10.: Die Stadt klärt auf unsere Nachfrage eine offenbar missverständliche Auskunft in der betreffenden Ausschusssitzung auf: Dass der Bistrobetrieb nicht wieder aufgenommen wird, betrifft die bisherigen Räumlichkeiten, die nach der momentan laufenden Entkernung wieder aufgebaut und eingerichtet werden sollen und dann wieder betrieben werden sollen vom bisherigen Pächter. In welchem Zeitraum das geschehen soll, will der Stadtsprecher noch für uns in Erfahrung bringen. Sorry für die Verwirrung, beim nächsten Mal werden wir uns nach (oft knapp gehaltenen) Verwaltungsauskünften besser noch mal vergewissern. Wir verfassen eine Folgeartikel, sobald der voraussichtliche Zeitplan vorliegt.

 

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