„Horrorclown“ überfällt Tankstelle in Werne

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Fotoquelle: Polizei Hamm
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Halloween naht…

Zweiter Tankstellenüberfall im Kreis Unna am Sonntagabend – dieser Täter kam als Horrorclown.

Etwa 2 Stunden vor dem Tankstellenraub in Holzwickede hat ein weiterer Täter  – vermummt mit einer Horror-Clown-Maske – am Sonntagabend, 13. Oktober 2019, gegen 22 Uhr eine Tankstelle auf der Lünener Straße in Werne überfallen.

Mit einer Pistole bedrohte er die 53-jährige Kassiererin, verlangte Bargeld und türmte mit einer geringen dreistelligen Beute.

Wer hat Verdächtiges beobachtet? Hinweise nimmt die Polizei Werne unter den Rufnummern 02389 921 3420 oder 921 0 entgegen.

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Im Herbst vor drei Jahren hatten „Gruselclowns“ im Kreis Unna Hochkonjunktur, da schwappte die US-amerikanische Halloween-Welle mit voller Wucht in unsere Region.

Rundblick berichtete eine Woche vor Halloween 2016:

Gruselclown-Botschaften ohne Ende – epidemieartig verbreitet sich die US-amerikanische Horror-Masche hier im Kreis Unna. Zwei weitere Leserinnen meldeten uns heute Nacht unheimliche WhatsApp-Nachrichten.

In Königsborn bekam eine 13Jährige die Behauptung geschickt: Killerclowns alle festgenommen, einer treibe sich noch in Baden-Württemberg herum: „Wenn sie ihn sehen bitte sofort der Polizei melden.“ In bunten Buchstaben der Zusatz: „Hallo Ween Kann kommen!“ (Originalorthografie.)

Eine Leserin aus Kamen erhielt ebenfalls per WhatsApp eine ellenlange Warnung, die die bedrohliche Ankündigung enthielt: In der Halloweennacht (31. 10. – 1. 11.) planten die Killerclowns in NRW „eine sogenannte Säuberung“, weshalb man bei Einbruch der Dunkelheit Türen und Fenstern verriegeln und sich im Haus verschanzen solle. 

Von den tatsächlichen (und von der Polizei berichteten) Auftritten unbekannter Täter in Gruselclownmaskerade abgesehen sind solche Kettenbriefe pure Panikmache, versicherte uns schon am Donnerstag die Kreispolizei Unna. Die Mutter der 13Jährigen, die die Warnung aufs Handy bekam, findet das alles langsam nur noch nervig. „13 Jahre ist meine Tochter jetzt und, seitdem das mit den Clowns so überschwappt, immer überpünktlich zu hause.  Aber so langsam ist das alles nicht mehr schön. Früher war es Stephen King’s „Es“, der die Kinder verrückt gemacht hat, und mittlerweile sind es reale Durchgeknallte…“

Anfangs, meint die Königsbornerin, fand sie diese aus Amerika herübergeschwappte Masche ganz lustig. „Mittlerweile nervt es einfach nur. Ich versuche meine Mädels zu beruhigen und ihnen zu versichern, dass ihnen nichts passiert, da sie selten allein unterwegs und immer vor der Dämmerung zu Hause sind. Meine Töchter wissen, wo sie hier in Unna hin müssen, wenn sie in Not sind. Sie kennen auch verschiedene Polizisten und wissen, wo diese wohnen, daran mangelt es nicht. Nur die Unsicherheit und Angst kann man ihnen anfangs nicht nehmen. Die geht hier rum wie nix.“ Die Killerclown-Warnungen gingen inzwischen auch in den Schulchats für Eltern herum. „3 verschiedene Schulen, alle das gleiche Thema . Ich mag gar nicht an Halloween denken 😞.“

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