Freilaufende Hunde verbissen sich in Pablo – Halterin aus Fröndenberg hofft auf harte Strafe

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Arg gebissen wurde Pablo bei einem Waldspaziergang, jetzt muss er erst langsam wieder zu Mithunden Vertrauen fassen. Foto: http://ninastoelting-photography.de/
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Es ist der Schreckensgedanke jedes Hundehalters: Beim Spazierengehen geht plötzlich ein unangeleinter Hund auf das eigene Tier los, das an der Leine geht. Für die Fröndenbergerin Katja und ihren Staffordmix Pablo (wir berichteten HIER schon mal über die zwei) wurde dieser Horror vor zwei Wochen potenziert Wirklichkeit.

Bei einem Waldspaziergang am Mendener Hexenteich griffen gleich zwei Hunde den angeleinten Pablo an und verbissen sich böse in sein Bein. Von den zweibeinigen Begleitern der Tiere, einem Paar, wurde die aufgelöste Halterin zu allem Überfluss noch beschimpft und bedroht.

Der üble Vorfall ist inzwischen dank zielführender Hinweise von Facebookusern so weit aufgeklärt, dass das mutmaßliche rücksichtslose Paar mit den beiden Hunden namentlich ermittelt ist. Ab Mittwoch (16. 10.) liegen Anzeige und Beweise bei der Arnsberger Staatsanwaltschaft vor.

Kurz nach dem Angriff stellte Katja folgenden warnenden Post auf Facebook ein:

Die geschockte Fröndenbergerin erstattete unverzüglich Anzeige gegen zunächst Unbekannt.  Auch beim Mendeber Ordnungsamt meldete sie den Vorfall.

Pablo, der durch die Attacke tief verstört wurde, erlitt mehrere tiefe Bissverletzungen in direkter Gelenknähe. Die Behandlung war aufwändig, der Hund bekam Antibiotika, mehrmals täglich mussten die Wunden gespült werden.

Am heutigen Dienstag, 15. Oktober, waren Frauchen und Hund gemeinsam im zuständigen Polizeipräsidium Iserlohn, um die Beweise abzugeben und eine ausführliche Zeugenaussage zu machen. „Morgen geht alles zur Staatsanwaltschaft nach Arnsberg. Hoffentlich kriegt der eine ordentliche Strafe“, wünscht sich Katja.

Pablo hat sich bei der Attacke nicht gewehrt. Seine Halterin wünscht sich rückblickend auf den schlimmen Vorfall mehr Gerechtigkeit bzw. Ausgewogenheit zwischen den Vorschriften für „normale“ und „gelistete“ Hunde,  die laut NRW-Landeshundeverordnung als „gefährlich“ eingestuft sind. Von daher gibt es hohe Hürden, bevor Haltung überhaupt erlaubt wird.
„Mit einem Listenhund muss man sämtliche Prüfungen usw. machen, um eine Maulkorbbefreiung zu bekommen. Und die wirklich gefährlichen Hunde? Bzw. die Hunde können ja nichts dazu – aber wie kann es sein, dass jeder und jede ohne jegliche Auflagen und Prüfungen Hunde halten darf?“ Das fragt Katja sich nach diesem Vorfall schon kopfschüttelnd und ohne jedes Verständnis.
Ihr Warnhinweis wurde übrigens knapp 900 Mal bei Facebook geteilt. „Die Resonanz vor allem bei Jägern war sehr sehr groß“, freut sich die Fröndenbergerin, „einige haben mich persönlich angeschrieben, dass sie den Vorfall schrecklich finden und hoffen, dass wir uns schnell wieder erholen. Und dass der (vermutliche) Jäger gefasst wird. Das fand ich sehr nett!“
Gefasst, bzw. ermittelt, sind beide Tatverdächtigen inzwischen namentlich.

Ausdrücklich bedanken möchte sich Katja an dieser Stelle beim Mendener Stadtförster für dessen prompte Unterstützung: „Er hat mich vor Ort angetroffen und ist mit mir durch den Wald gefahren, um die Hundehalter zu finden; leider vergebens, aber nun ist der Verdächtige ja gefunden. Und das Ordnungsamt Menden hat mich sehr ernst genommen und mir direkt am nächsten Tag kompetent weitergeholfen.“

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