Weiterer Überfall mit Waffe an Unnas Stadtgrenze – Mehrere gegen einen

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Symbolbild, Foto Rundblick
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Ein Kind wollte Kinder ausrauben, mit einem Messer. Drei Tage zuvor bekam ein 18-Jähriger im selben Stadtteil ebenfalls auf der Straße eine Waffe an den Kopf gehalten.

Bereits in der Woche vor dem bewaffneten Raubversuch eines gerade mal 12-Jährigen auf Kinder am Sonntag, 13. 10., in Dortmund-Wickede wurde in dem Stadtteil, der an Unna-Massen grenzt, bereits ein junger Mann überfallen.

Ebenfalls unter Bedrohung mit einer Waffe (in diesem Fall einer Schusswaffe). Dieser Straßenraub gelang leider, der junge Mann blieb körperlich unverletzt, ist jedoch seelisch von dem Erlebnis nachhaltig geprägt.

Über diesen Raubüberfall berichtete die Dortmunder Polizei nicht initiativ, bestätigte aber weitgehend, was uns eine Familienangehörige des Überfallenen berichtete.

Demnach wurde der 18-Jährige am vergangenen Donnerstag, 10. Oktober, abends auf dem Heimweg abends um 20 Uhr auf der Eichwaldstraße „von drei Halbstarken“ überfallen.

Einer der Jungen sprühte ihm Pfefferspray ins Gesicht, dann wurde er in einen Garagenhof gedrängt, eine Waffe wurde ihm an den Kopf gehalten. Er wurde festgehalten und ausgeraubt. 

Danach rannten die jugendlichen Täter davon.

Das Überfallopfer ging die letzten Meter nach Hause, sein Vater verständigte die Polizei. „Klar, es hätte alles noch schlimmer kommen können. Aber er traut sich momentan nicht mehr alleine raus“, berichtete uns die Angehörige des Jungen. „Es ist wirklich schlimm, wie früh die Kids anfangen und wie grob vorgegangen wird.“

Auch in diesem Fall waren es, „den Stimmen nach“, junge Räuber. Sie sprachen gebrochen Deutsch. Der 12-Jährige, der am Sonntag mit einem Messer im Einsatz mehrere Kinder überfallen hatte, ist Deutscher.

Dass die Polizei nicht über den Raub auf dem 18-Jährigen berichtete und nicht öffentlich nach den jungen Räubern fahndete, begründet Polizeisprecherin Nina Kupferschmidt mit der Aussage des Opfers: „Er sagte, dass das sowieso nichts nützen würde, da weit und breit niemand auf der Straße war.“

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1 KOMMENTAR

  1. Der Kommentar der Dortmunder Polizei erscheint mir völlig unverständlich! Ein Raub ist eine herausragende Straftat, die immer eine Fahndung nach sich ziehen sollte! Wer will schon sagen können, ob es nicht doch einen, bislang unbekannten Zeugen gegeben hat (möglicherweise zufällig am Fenster seiner Wohnung stehend), der u. U. Angaben zu den Tätern machen kann?! Hinzu kommt dass der junge Mann immer noch unter dem Eindruck des Geschehens steht und man gar nicht sicher sein kann, ob er sein Umfeld zur Tatzeit tatsächlich in vollem Umfang wahrgenommen hat (der Schrecken für ihn muss ja immens gewesen sein). Bei einem derartigen schlimmen Erlebnis wäre es, das ist meine Meinung, nicht verwunderlich, wenn man eine Art Tunnelblick bekommt, der das Drumherum ausblendet.