AfD will für Kreistag, diverse Stadträte und evtl. Bürgermeisterwahlen antreten

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Wahlkampf-Luftballons der AfD. (Archivbild RBU)
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Der Kreisverband der Alternative für Deutschland (AfD) will bei der Kommunalwahl am 13. September 2019 definitiv für den Kreistag antreten. Das sagte uns Kreisverbandssprecher Michael Schild gestern auf Anfrage.

Schild, der am vorletzten Wochenende zum stellvertretenden Landessprecher gewählt wurde, schließt auch eine eigene Bürgermeisterkandidatur in seiner Heimatstadt Fröndenberg nicht aus. Ein Antritt der AfD für den Stadtrat Unna sei noch in der Schwebe, in Bergkamen sieht Schild das größte Erfolgspotenzial.

Dort hatte sich die AfD in der „Causa Töddinghauser Straße“ mit einem Video offensiv auf die Seite der Anwohner geschlagen und war gegen das SPD-regierte Rathaus zu Felde gezogen („SPD-Bürgermeister lässt Mieter nicht in ihre Wohnungen“). Dies führte zu einer gemeinsamen öffentlichen Positionierung der Bergkamener SPD, CDU, FDP und Grünen gegen die AfD. 

Generell wolle man nur dort antreten, wo man verlässliches Personal habe, sagte Schild. „Ich habe absolut keine Lust auf Mandatediebe oder erwiesene Querulanten. Für den Kreis arbeiten wir daran, überall gewählt werden zu können, dafür braucht man auf den hinteren Plätzen nur gutwillige Namensgeber. Die möglichen Bürgermeister-Kandidaturen würden viel – auch überregionale – Aufmerksamkeit bringen, ausschließlich in Bergkamen halte ich ein Erringen des Amtes für die AfD für möglich.“

Eventuell treibe man „die Blockparteien dazu, aus Angst vor uns einen gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten aufzustellen, was zeigen würde, dass das alles ‚eine Suppe‘ ist und wir die einzige Alternative. Auch das wäre eine handfeste politische Aussage, die jedermann kapieren würde.“

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