N*zi-Beschimpfung in Ausländerbehörde: Geldstrafe

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Symbolbild / Pixabay
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Er sei sich der vollen Bedeutung des Wortes nicht bewusst gewesen, behauptete der Angeklagte vor Gericht. Das Wort hieß „Nazis“.

So betitelte der des Deutschen wenig kundige junge Mann im März dieses Jahres Mitarbeiter der Ausländerbehörde in Soest, was ihm eine Anzeige plus Gerichtsverhandlung einbrachte. In der Beschimpfung einer Kreisoberinspektorin und einen abwesenden Kollegen als Nazis „eskalierte offenbar seine jahrelange Frustration“, schreibt ein Gerichtsreporter des Soester Anzeigers.

Seit sieben Jahren lebe der Syrer in Deutschland, vier davon hätte er in der Sammelunterkunft verbracht, ohne arbeiten zu dürfen. Auch bis er seine heutige Ehefrau habe heiraten dürfen, seien nervenzerfetzende Monate vergangen. Denn die Frau war ausreisepflichtig, zudem gestaltete es sich sehr kompliziert, Nachweise zu beschaffen, dass beide im Ausland noch nicht geheiratet hatten.

Laut Polizeiprotokoll hatte er Angeklagte damals zugegeben, das Schimpfwort ausgestoßen zu haben, sei sich aber eben dessen voller Bedeutung nicht bewusst gewesen. Vor Gericht stritt er plötzlich ab, dass ihm das Wort über die Lippen kam, und auch „seine Frau, die kein Deutsch, aber fließend Englisch spricht, wollte das N-Wort nicht gehört haben“, heißt es aus der Verhandlung.

Das Gericht sah die Vorwürfe jedoch bestätigt und verteilte den Syrer zu einer Geldstrafe von 25 Tagessätzen à 15 Euro. Zu seinen Gunsten habe gesprochen, dass er noch nicht einschlägig in Erscheinung getreten war.

Quelle: Soester Anzeiger

 

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1 KOMMENTAR

  1. Zitat: „Wenn Sie in Deutschland leben, sollten Sie schnell Deutsch lernen. Das ist wichtig, um neue Menschen kennenzulernen, sich im Alltag zu verständigen und Arbeit zu finden“, heißt es tantenhaft auf der Internetseite „Deutsch lernen“ des BAMF. Zitat Ende. Also selbst wenn er denn gedurft hätte, wie und wo bitte hätte er arbeiten können und sollen. Ein bestes Beispiel wieder einmal für die Integrationsbereitschaft unserer „ Gäste“ die von vorn bis hinten durchgepampert werden und unterm Strich offensichtlich mehr Geld zur Verfügung haben als unsere Rentner ansonsten macht diese Geldstrafe ja keinen Sinn, denn auch dann wenn Hartz4 auf diese Strafe angerechnet wird zahlt letztendlich doch der Steuerzahler. Insofern ist dieser Ausraster gegen einen Mitarbeiter, der ihm diese Sicherheit gibt, nicht mit Geldstrafe hinnehmbar. Egal, besonders beschämend finde ich wieder einmal die Ausreden des Gerichtssprechers des Soester Anzeigers der uns offensichtlich noch Schuld zuschreibt das dieses Individuum Frust geschoben hat. In den Fall hätte er ja Deutsch lernen können oder auch in seine Heimat zurückreisen können. Vermutungen zu der Heirat mit der ausreisepflichtigen Dame die jetzt als seine Ehefrau ist und ebenfalls weiter durchgepampert wird, ebenfalls nicht Deutsch sprechend, möchte ich mich dann doch nicht äußern.