Spendenkonto auch für Ratsleute: „Wir für Unna“ fordert Konsequenzen aus Sicherer-Hafen-Beschluss

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Boot mit Geflüchteten auf dem Mittelmeer. ((Symbolbild - Pixabay)
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Der nach hitzigen Debatten und sogar Gebrüll im Ratssaal mehrheitlich gefasste Beschluss, Unna auf Antrag der Grünen zum „Sicheren Hafen“ für die Seenotrettung zu erklären, möge bitte nun auch praktische Konsequenzen haben, fordert der Bürgerverein „Wir für Unna“. Er verlangt ähnlich wie nach dem Beschluss zum „Klimanotstand“: Keine hohlen Phrasen – den Worten sollen jetzt auch Taten folgen!

In einem Antrag an den Bürgermeister am heutigen Sonntag (20. 10) formuliert der Verein seine Forderungen in puncto „Sicherer Hafen Unna“:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Kolter,

Unsere Kreisstadt hat am 26. 09. 19  einen mehrheitlichen Beschluss zur Teilnahme an dem Städtebündnis „sichere Häfen“ gefasst. Die Stadt Unna hat sich bereit erklärt, sich an privater Seenotrettung zu beteiligen.

Ebenfalls konnte man den Ausführungen des Beigeordneten Dirk Wiegant entnehmen, dass wir entsprechende personelle Ressourcen vorhalten. Für die finanzielle Beteiligung an privater Seenotrettung hätten wir uns einen Gegenfinanzierungsvorschlag der Antragsteller erwünscht. Denn ohne diese aktive Beteiligung auch finanzieller Natur ist dieser Antrag leider nur ein Lippenbekenntnis angesichts der finanziellen Lage unserer Kreisstadt (sie befindet sich in der Haushaltssicherung und der Haushaltssperre).

Wir für Unna beantragt nun, dieser Verpflichtung nicht nur durch Lippenbekenntnisse nachzukommen (O-Ton der Sitzung war: eine Beteiligung an privater Seenotrettung können wir später beschließen):

  • Da die personellen Ressourcen ja bereits beschlossen wurden, kann die künftige Koordination durch diese Stelle abgewickelt werden.
  • Uns würde die Einrichtung eines Spendenkontos seitens der Kreisstadt Unna einfallen, um dieser Verpflichtung gerecht zu werden. Hier könnten dann alle Bürgerinnen und Bürger, auch die Ratsmitglieder, einen Beitrag zu der Verpflichtung leisten. Dies auf freiwilliger Basis, ohne den Haushalt der Stadt zu belasten.
  • Ein Partner für den Betrieb der privaten Seenotrettung könnte dabei die evangelische Kirche sein, welche gerade eine private Seenotrettung für Flüchtlinge organisiert.

Wir bitten Sie, diesen Antrag wohlwollend zu begleiten, und verbleiben mit freundlichen Grüßen:

Wir für Unna: M. Strathoff / M. Töpfer.“

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