Wohnen statt speisen: Neue Nutzung für frühere Gaststätte Haeseler in Frömern

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Die frühere Gaststätte Haeseler im Herzen von Frömern. (Foto RB)
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Modernes Wohnen in historischem Altbau. Drei Jahre nach der Insolvenz der Gaststätte Haeseler in Fröndenberg-Frömern hat das stilvolle alte Gebäude im Herzen des Ortsteils einen neuen Eigentümer gefunden.

Ein Privatmann aus Fröndenberg will das frühere Restaurant mit angrenzendem Veranstaltungssaal zu Wohnungen umbauen und anschließend vermieten.

Die genaue Anzahl der Wohnungen, möglicherweise auch im Loft-Stil, steht noch nicht fest, erfuhren wir am heutigen Sonntag (20. 10.) vor Ort im früheren Saal des Lokals:

Foto RB

Dort begann um 10 Uhr ein großer Trödelmarkt nach dem Motto „Alles muss raus“ – vom großformatigen Van Gogh-Bild über Weihnachtskugeln, Porzellan, Tischdeko und Gläsern bis hin zu einem ganzen Tisch voller Plastiktellern und -besteck reichte das Angebot noch bis 18 Uhr.

Damit ist für den Landgasthof Haus Haeseler in Frömern drei Jahre nach der Insolvenz endlich eine gute Folgenutzung gefunden.

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Rückblick:

Am 30. Oktober 2016 hatte das Lokal Haus Haeseler geschlossen. 15 Mitarbeiter waren zuletzt dort beschäftigt. Anfang Dezember wurde die Immobilie winterfest gemacht – und das war es dann für frische regionale Küche im idyllischen Frömern zwischen Unna und Fröndenberg, das war es ebenso für den integrativen Ansatz dieser nicht alltäglichen Restauration: Das Lokal war eine von 7 Tochtergesellschaften der Werkstatt Unna und speziell konzipiert für Menschen mit Behinderungen.

An dem integrativen Konzept lag es aber nicht, dass Haus Haeseler pleite ging, betonte seinerzeit der Dortmunder Insolvenzverwalter Markus Wischemeyer: „Es war einfach eine Gaststätte, die sich nicht trägt. Es hat schlicht und ergreifend nicht ausgereicht.“

Da nicht mehr rentabel gearbeitet wurde, suchte die Kanzlei White & Case in der vorläufigen Insolvenzverwaltung nach einem neuen gastronomischen Betreiber. Dass weiterhin geöffnet blieb (die Insolvenz wurde in der letzten Augustwoche angemeldet), lag daran, dass die Mitarbeiter als Ausfall für ihren Lohn Insolvenzgeld bekamen. „Sonst hätten wir schon im August schließen müssen“, gibt der Insolvenzverwalter  zu bedenken.

Ein neuer Gastro-Betreiber wurde nicht gefunden. Nun werden aus der früheren Gaststätte verkehrsgünstig gelegene Wohnungen im beschaulichen Frömern – auf halben Weg zwischen Unna und Fröndenberg und 10 Fahrminuten zur Autobahn.

Die Umbauarbeiten sind bereits unübersehbar. (Foto RB)

 

 

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