Retter angegriffen // Eifersuchtsattacke mit Bierdose // Dieb beschimpft Polizei als Rassisten, tritt und spuckt // „Ich stech dich ab!“

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Dortmund Hauptbahnhof. (Archivbild RBU)
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Wo rohe Kräfte sinnlos walten und zudem noch reichlich Alkohol im Spiel ist…

Vier Gewalttätigkeiten vom Dortmunder Hauptbahnhof werden gemeldet.

  1. Rettungssanitäter angegriffen:

Ein mit 2,3 Promille als sturzbetrunken zu bezeichnender Aggressor griff heute Morgen (21. Oktober) zwei Mitarbeiter des Dortmunder Rettungsdienstes an, die ihm eigentlich helfen wollten. Bundespolizisten beobachteten die Tat auf den Monitoren der Videoüberwachung und nahmen den 38-Jährigen in Gewahrsam.

Gegen 01:00 Uhr hatten Unbeteiligte den Rettungsdienst (112) über eine hilflose Person auf dem Vorplatz des Dortmunder Hauptbahnhofs informiert.

Als zwei Rettungssanitäter vor Ort eintrafen und den auf dem Boden liegenden Deutschen aus Dortmund Hilfe leisten wollten, versuchte dieser die Rettungssänitäter zu schlagen und trat einem der Männer gegen das Bein. Zudem wollte er mit einer Bierflasche auf die beiden Sanitäter einschlagen. Diese konnten ihn jedoch entwaffnen.

Bundespolizisten, die die Situation auf den Monitoren der Videoüberwachung beobachtet hatten, nahmen den bereits polizeibekannten Mann in Gewahrsam.

Ein Atemalkoholtest ergab bei dem 38-Jährigen einen Wert von 2,3 Promille. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen tätlichen Angriffs auf Personen, die Vollstreckungsbeamten gleichstehen (§ 115 StGB) eingeleitet.

2. In jäher Eifersucht auf Rivalen losgegangen:

Offenbar in jäher Eifersucht schlug am frühen Samstagmorgen (19. Oktober) ein anderer betrunkener Mann ebenfalls im Dortmunder Hauptbahnhof zu:

Dort sprachen laut Zeugen zwei junge Männer (21, 23) die Freundin eines 20-Jährigen aus Guinea an. Dieser flippte daraufhin aus, schmetterte ihnen eine Dose Bier so feste ins Gesicht, dass beide blutende Platzwunden erlitten.

Anschließend flüchtete der in Dortmund gemeldete Mann. Im Bereich des Haupteingangs wurde er durch Einsatzkräfte der Bundespolizei vorläufig festgenommen. Ein Atemalkoholtest ergab bei ihm 1,2 Promille.

Die beiden verletzten Männer aus Wetter (Ruhr) und Witten begaben sich eigenständig in ärztliche Behandlung.

Die Bundespolizei leitete gegen den 20-Jährigen ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein. Wie genau sich die Tat ereignete, müssen weitere Ermittlungen ergeben.

3. Ladendieb mit Doppelidentität spuckt, schlägt zu und beschimpft Polizisten als Rassisten:

Er spuckte, schlug, trat und beschimpfte Polizisten als Rassisten und war mal Algerier, mal Ägypter.

Am Samstagabend (19. Oktober) stahl ein 38-jähriger Asylbewerber gegen 22:30 Uhr in einer Drogerie im Hauptbahnhof Shampoo und eine Dose Bier. Zur Identitätsfeststellung wurde der Ladendieb zur Wache gebracht.

Gegen die Abnahme seiner Fingerabdrücke sperrte sich der Mann erheblich. Beim Abgleich seiner Daten stellte sich heraus, dass der algerische Staatsangehörige sich gleich mit zwei Identitäten im Bundesgebiet aufhält: Bei der Ausländerbehörde hatte er sich als Ägypter ausgegeben.

Als der in Möhnesee gemeldete Mann die Wache anschließend wieder verlassen sollte, weigerte er sich. Deshalb wollten zwei Bundespolizisten ihn aus der Wache schieben, woraufhin er sie erst mit Faustschlägen angriff und kurz darauf in das Gesicht und auf die Jacke spuckte. Daraufhin wurde er zu Boden gebracht und gefesselt.

Wegen Verdachts auf Drogen und Alkohol wurde eine Blutprobe bei dem 38-Jährigen durchgeführt. Auf Grund seines Aggressionspotentials sollte er anschließend in das Polizeigewahrsam eingeliefert werden. Auf der Fahrt dorthin verletzte er durch mehrfaches Treten einen Bundespolizisten am Knie und Schienbein.

Zudem titulierte er alle Beamten als Rassisten und beleidigte deren Familienangehörige.

Das Verhalten des Mannes wurde durch die BodyCam eines Bundespolizisten aufgezeichnet. Die Videoaufnahme ist nun Gegenstand eines Ermittlungsverfahrens wegen Beleidigung, Ladendiebstahls und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte.

Weil die Einsatzkräfte in seiner Kleidung mutmaßlich Crack sicherstellten, wurde ein weiteres Verfahren wegen unerlaubten Drogenbesitzes eingeleitet.

4. „Lass mich gehen, oder ich stech dich ab“:

Am Sonntagabend (20. Oktober) sah sich ein Drogeriemitarbeiter im Bahnhof einem Messer gegenüber. Er war einem Mann gefolgt, der in dem Geschäft eine Getränkedose gestohlen hatte. Vor dem Geschäft hatte er den Dieb angesprochen und ihn aufgefordert seine Beute zurückzugeben, was er auch tat.

Als er dem Mitarbeiter zurück in das Geschäft folgen sollte, zog der Mann jedoch ein Messer und fauchte: „Lass mich gehen, oder ich stech dich ab!“

Anschließend flüchtete der Mann auf einen Bahnsteig. Durch den Hinweis des 37-jährigen Drogeriemitarbeiters nahmen Bundespolizisten ihn dort fest. Dabei wurde auch das Messer sichergestellt.

Gegen den polizeibekannten Deutschen aus Bochum leitete die Bundespolizei ein Strafverfahren wegen Ladendiebstahls und Bedrohung ein.

Bundespolizei St. Augustin / Volker Stall

 

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1 KOMMENTAR

  1. „Gegen den polizeibekannten „ wird in keinem der Fälle eine entsprechende Konsequenz folgen. Also lacht die ganze Welt inzwischen über die Justiz in Deutschland. Selbst aus eigenen Reihen wird die Kritik immer lauter. Hierzu nochmals Richter Thorsten Schleif zum Untergang unseres Rechtsstaats aus seinem Buch:
    „Die Lage ist ernst. Die dritte Staatsgewalt steht einen Schritt vor dem Abgrund. Ein weiterer Schritt in die falsche Richtung, und sie fällt tief. Sehr tief. Und wir alle fallen mit ihr.“
    „Die nächsten zehn bis 15 Jahre sind für das Schicksal des deutschen Rechtsstaats entscheidend. Man muss weder Prophet noch Hellseher sein, um die Folgen der gegenwärtigen Entwicklungen absehen zu können.“