Nach Derby Ausschreitungen im Personentunnel

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Szene aus dem Dortmunder Hauptbahnhof Foto: Bundespolizei
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Das Derby verlief weitgehend friedlich  –  bis zur Ankunft der Rückreisenden im Dortmunder Hauptbahnhof.

„Nach Rückkehr des zusätzlichen Zuges verließen alle BVB-Fans den Zug und begaben sich in den Personentunnel. Unter diesen befanden sich auch Personen der Dortmunder Problemfanszene“, berichtete die Bundespolizei in ihrer Bilanz des Derbys am Samstagabend.

Gleichzeitig betrat ein einzelner Schalke-Fan, gekleidet in Blauweiß und am S04 Emblem deutlich erkennbar, den Hauptbahnhof durch den Haupteingang. Dabei wurde er durch die rückkehrenden BVB-Anhänger provoziert.

Der Schalke-Fan ließ sich seinerseits dazu hinreißen, die Dortmunder verbal zu provozieren. Als er kurz darauf einen BVB-Fan anspuckte, eskalierte die Situation.

Zahlreiche weitere Fans solidarisierten sich gegen den Schalker. Daraufhin schritten Bundespolizisten ein, schützten den S04-Fan.

Aus diesem Anlass kam es zu Solidarisierungseffekten gegen die Einsatzkräfte der Bundespolizei. Diese räumten sofort den Personentunnel und drängten die Dortmunder Fans aus dem Bahnhof. Dabei wurde auch Pfefferspray gegen mehrere Personen eingesetzt.

Das Geschehen wurde durch die Videoüberwachung aufgezeichnet und ist nun Gegenstand eines Ermittlungsverfahrens wegen Landfriedensbruch.

Szene aus dem Dortmunder Hauptbahnhof Foto: Bundespolizei

Trotz der beiden Vorkommnisse – diesem finalen Tumult und dem Zünden von Pyrotechnik durch Borussiafans während des Spiels – war es im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei erneut ein äußerst friedliches Derby.

„Das Konzept der Sperrstellen und der Sichtschutzzäune im Gelsenkirchener Hauptbahnhof hat sich erneut bewährt“, so das Resümee des Einsatzleiters der Bundespolizei, Polizeioberrat Sven Srol. 

BuPo St. Augustin

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