Nach Gewaltorgie 2017: Katharinenkirmes auch diesmal wieder mit starker Polizeipräsenz

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Unruheherd und Ort der schlimmen Ausschreitungen 2017 war der Bereich am Autoscooter am Busbahnhof. Erhöhter Polizeieinsatz soll auch in diesem Jahr für die Sicherheit der Kirmesbesucher sorgen. (Archivbild RB)
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Höher, schneller, weiter und wieder mit erhöhter Polizeipräsenz ausgestattet. Heute Nachmittag (31. 10.) startet um 15 Uhr vor dem Rathaus und am Bahnhofsvorplatz Unna wieder die Katharinenkirmes.

Die Kirmes steht wie im vorigen Jahr unter erhöhter Polizeibewachung. Das bestätigte uns am Morgen auf Nachfrage die Unnaer Polizei.

„Nach 2017 sind auch diesmal wieder starke Polizeikräfte für die Kirmes eingesetzt“, erklärte Sprecherin Vera Howanietz.

Diese deutliche Präsenz an strategischen Örtlichkeiten des Kirmes-Areals – insbesondere im Bereich des Autoscooters am Busbahnhof – soll verhindern, dass es erneut zu Ausschreitungen wie bei der Kirmes 2017 kommt, als an drei Kirmesabenden hintereinander aggressive Gruppen aufeinander losgegangen waren und ein äußerst hässliches Bild der Unnaer Herbstkirmes zurückgelassen hatten.

Aus dieser Gewaltorgie bei der Katharinenkirmes 2017 hatte die Kreispolizei im vergangenen Jahr ihre Lehre gezogen und das Sicherheitskonzept umfassend überarbeitet.

Mit Erfolg. So wurden zwar am Kirmesfreitagabend 2018 erneut Polizeieinsätze notwendig, doch die Anlässe waren vergleichsweise geringfügig (hier nachzulesen) und in nichts zu vergleichen mit den schlimmen gewalttätigen Ausschreitungen im Jahr zuvor.

Im vergangenen Jahr mussten Einsatzkräfte am ersten Kirmesabend wegen eines Randalierers einschreiten, sodann folgte ein Einsatz am Autoscooter, wo sich – wie praktisch bei jeder Katharinenkirmes – Besucher prügelten. Die Schlägerei entwickelte sich laut Polizei aber nicht wie im Vorjahr zwischen verschiedenen hochaggressiven Gruppen, sondern bewegte sich „im Rahmen des Üblichen, was leider auf der Kirmes immer wieder vorfällt“ und in Unna eben konzentriert immer wieder am Autoscooter.

Die Katharinenkirmes 2017 hatten massive Krawalle überschattet. Nach von der Polizei bestätigten Augenzeugenberichten hatten am Auftaktabend zunächst Asylbewerber mit Messern und Stöcken einheimische Kneipengäste am Königsborner Tor attackiert. Am Samstagabend eskalierte die Situation am Autoscooter, 16 Streifenwagen aus dem Kreis Unna und den Nachbarkreisen war im Einsatz. Auch am Sonntag folgte wieder eine Schlägerei zwischen unterschiedlichen Gruppen. Lediglich der Montag blieb dann final ruhig.

 

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