Unter Unnas Regie: 8 Kommunen plus Kreis wollen sich IT-Sicherheitsbeauftragten teilen

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Sicherheit im Internet (Symbolbild: Pixabay)
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Acht Städte und Gemeinden des Kreises und der Kreis selbst wollen sich einen gemeinsamen IT-Sicherheitsbeauftragten teilen. Den Grundsatzbeschluss für diese öffentlich-rechtliche Vereinbarung trifft am heutigen Halloweenabend der Stadtrat Unna (ab 17 Uhr, Ratssaal, öffentlich).

  • Um Geld (das fehlt) geht es / ging es in der Ratssitzung ebenfalls: „Zum Berichtszeitpunkt September 2019 bleibt es laut Vorlage bei einem voraussichtlichen Jahresdefizit in Höhe von -1.750 T€, welches, wie in den vorangegangenen Finanzberichten dargestellt, mit der bilanziellen Ausgleichsrücklage verrechnet wird.
    Vor dem Hintergrund der ebenfalls dargestellten und erwarteten finanziellen Verschlechterungen im Jahr 2020 (Finanzausgleich, Versorgungsaufwendungen, Sanierungsbedarfe der Wirtschaftsbetriebe) sind weiterhin alle Anstrengungen zu unternehmen, das Jahresergebnis 2019 zu verbessern und die Ausgleichsrücklage für das Jahr 2020 zu schonen.“ Zitat aus der Vorlage der Stadt.

Nun zum IT-Sicherheitsbeauftragten:

Unter Regie der Stadtverwaltung Unna soll  er/ sie für sieben weitere kreisangehörige Kommunen und die Kreisverwaltung in Aktion treten:

Bergkamen, Bönen, Holzwickede, Kamen, Lünen, Selm und Werne wollen sich der interkommunalen Kooperation anschließen.

„Angriffe auf öffentliche Einrichtungen und Krankenhäuser haben in den vergangenen Jahren zugenommen“, begründet die Stadt Unna ihr Vorgehen. „Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt in seinem Bericht ,Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2018´vor einer steigenden und vielfältigeren Anzahl von Bedrohungen. Behörden verwalten sensible Daten von Bürgern und stellten daher ein interessantes Ziel für Cyber-Kriminelle dar.“

Die Rolle der/des IT-Sicherheitsbeauftragten wird in der Regel derzeit durch die Leitung der jeweiligen IT der jeweiligen Stadt oder Gemeinde wahrgenommen.

„Der Sinn eines IT-Sicherheitsbeauftragten ist jedoch, gerade diese Funktion nicht mit dem Alltagsgeschäft zu vermischen, sondern eine unabhängige Instanz einzurichten, um Interessenskonflikten vorzubeugen.“

Sie/er wäre der Behördenleitung direkt unterstellt und berichtet an diese. Somit ist die Unabhängigkeit von anderen Organisationseinheiten in der Verwaltung gewährleistet.

Die positiven Erfahrungen mit dem gemeinsamen Datenschutzbeauftragten, so die Stadt Unna, hätten zur Überlegung geführt, interkommunale Zusammenarbeit auch bei der IT-Sicherheit anzustreben.

Die Kreisstadt Unna hat sich bereit erklärt, gemeinsam für alle 8 Kommunen die Aufgabenträgerschaft wahrzunehmen. Die Kosten werden anteilig von den teilnehmenden Städten und Gemeinden übernommen.

Auf Grundlage der Planstellen des Jahres 2019 ergibt sich folgende Kostenverteilung:

  • Stadt Unna: 16.418 €
  • Kreis Unna: 33.655 €
  • Stadt Bergkamen: 12.593 €
  • Gemeinde Bönen: 3.165 €
  • Gemeinde Holzwickede: 4.346 €
  • Stadt Kamen: 14.353 €
  • Stadt Lünen: 28.088 €
  • Stadt Selm: 4.958 €
  • Stadt Werne: 5.763 €
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