Bergkamen investiert fast 60 Mio. in seine Infrastruktur – Haushalt 20/21 ausgeglichen

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Sprudelndes Wasserspiel vor dem Bergkamener Rathaus, sinnbildlich für die sprudelnden Steuern IM Rathaus. (Foto RB)
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Investitionsfreudige Zeiten in Bergkamen: Der heute Nachmittag (6. 11.) eingebrachte Entwurf des  Doppelhaushalts 2020/21 ermöglicht der Nordbergstadt „Investitionen in einer Größenordnung in die städtische Infrastruktur, wie man es sich vor wenigen Jahren noch nicht hätte vorstellen können.“ Konkret umfassen sie fast 60 Mio. Euro.

„Es gibt kaum ein öffentliches Gebäude, an dem nicht gearbeitet oder zumindest geplant wird“, erklärte Stadtkämmerer Marc Alexander Ulrich in seiner Haushaltsrede.

„Vor allem an den Schulen, Kindergärten, Bildungs- und Kultureinrichtungen wird fleißig gebaut und energetisch modernisiert. Viele Straßen und die Verbesserung der öffentlichen Wege und Plätze sind ebenfalls im Fokus. Auch mit Fördergeldern wird kommunale Infrastruktur gebaut, zum Beispiel bei Aufbau der Breitbandinfrastruktur für die Privathaushalte, Gewerbetreibenden und Schulen.“

Grund für die, so Ulrich, „seit 2017 anhaltend positive Finanzlage ist die gute Entwicklung des Haushaltes in den letzten Jahren, die anhaltende Hochkonjunktur zusammen mit der Niedrigzinsphase und der Bereitschaft von Bund und Land, zahlreiche Fördertöpfe aufstocken oder neu aufzulegen.“

  • Was Bergkamens Stadtsäckel auffüllt: gestiegene Anteile an Einkommenssteuer, Umsatzsteuer und Gewerbesteuer.
  • Bei den Ausgaben machen Sozialleistungen immer noch fast die Hälfte des Haushaltes aus.
  • Mehraufwendungen müssen für die Kreisumlage (sie steigt), beim Unterhaltsvorschuss, bei den Kitas, bei Heim- und Familienpflege finanziert werden. „Diese Entwicklung ist finanz- wie sozialpolitisch besorgniserregend, da ein Ende der Negativentwicklung nicht erkennbar ist“, unterstreicht der Kämmerer.
  • Erfreulich hingegen: die Entwicklung des Eigenkapitals und die Aufstockung der Ausgleichsrücklage.

Wir sind jetzt in der Lage, eine kleine Reserve von rd. 18 Mio. € für die Zukunft anzusparen. Dies führt dazu, dass wir es vorerst aus der Haushaltssicherung heraus geschafft haben und die Kontrolle über den eigenen Haushalt behalten. Das hohe Investitionsvolumen dieser Stadt in Höhe von fast 60 Mio. € in beiden Planjahren kann fortgeschrieben werden.“

Quelle: PM Stadt Bergkamen

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3 KOMMENTARE

  1. Tja, offensichtlich geht es auch trotz hoher Sozialkosten in den Gemeinden anders und besser als in Unna. Bergkamen kann schon allein bei der Infrastruktur punkten. Es gibt zwar auch einige Schlaglöcher aber insgesamt macht dort vor allem das Radfahren mehr Spaß da man sich auf gut ausgebauten Radwegen relativ sicher durch die Stadt bewegen kann. Aber Unna ist halt besser. Nicht unbedingt in der Kompetenz der Politik und der Verwaltung mit einer katastrophalen Etatplanung und einem ebenso miesen Controlling. Dank Rot Grüner vorherrschender Politik gibt es natürlich auch Investitionen in nicht unerheblichen Höhe. Sei es das umstrittene Flüchtlingsheim deren noch angesetzter Invest von 3Mio bereits jetzt in die Traumwelt gehört. Natürlich leisten sich Unna auch eine fast doppelt so hohe Aufnahme unbegleiteter Flüchtlinge als das Muss mit jeweils 5000Euro pro Monat Kosten. Eine Schule wird gebaut jenseits jeglicher fußläufigen Erreichbarkeit für Schüler so dass Elterntaxis erforderlich werden. Es wird Geld ausgegeben für die Planung einer Realschule in einer Einflugschneise wo dann dank aufwendiger Lärmschutzmaßnahmen der Unterricht nicht unterbrochen werden muss aber die Schüler permanenten Kerosingestank ausgesetzt sind und in den Pausenzeiten doch lieber in den Klassenräumen bleiben. Könnte man sicher seitenweise fortführen und ist bestes Beispiel für jahrzehntelanger Klüngel in der Politik und versagen der Verwaltung.