Van rast funkensprühend durch Wildunfallstelle – Hochschwangere verletzt

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Symbolbild - Wildschweine im Wildwald Vosswinkel. (Foto RB)
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Er raste wie von Sinnen durch die Unfallstelle  – die Funken sprühten. Buchstäblich.

Nach einem Wildunfall am Dienstagabend, 6. 11.,  auf der B 236 ermittelt die Märkische Polizei gegen einen 21-jährigen Verkehrsrowdy – wegen Fahrens unter Alkohol, Körperverletzung, Unfallflucht und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Ein Auto prallte gegen 20.15 Uhr in eine Wildschweinrotte, die auf dem Autobahnzubringer zur A 46 in Oestrich die B 236 überquerte. Ein Frischling lag verletzt auf der Fahrbahn.

Zwei Streifenwagen sperrten die Bundesstraße und sicherten die Unfallstelle mit zwei querstehenden Streifenwagen und eingeschalteten Blaulichtern und Leitkegeln ab.

Etwa in Höhe des „Starenkastens“ war eine Rotte Wildschweine über die B 236 vor ein Fahrzeug gelaufen. Ein Van-Fahrer ignorierte die Straßensperre, streifte zwei Fahrzeuge, gefährdete Polizeibeamte und flüchtete. Foto: Polizei MK

Die restliche Rotte streifte durch die Uferböschungen.

Fünf Minuten später kam ein Mercedes Vito mit hohem Tempo aus Richtung Autobahn-Abfahrt und ignorierte alle Sperren.

Kurz vor der Einmündung zur Brinkhofstraße touchierte er einen der am Fahrbahnrand stehenden Wagen, schlingerte einen halben Meter an einem Polizeibeamten vorbei und streifte einen mit einer Familie besetzten Pkw.

Eine Polizeibeamtin konnte sich durch einen beherzten Sprung an die Seite retten.

Der Van fuhr mit einem eingeklemmten Leitkegel und funkensprühend davon in Richtung Altena. Die Fahrt endete krachend an einer Leitplanke.

Doch der Fahrer gab nicht auf, er sprang aus dem Wagen und flüchtete zu Fuß in einen Wald. Die Polizei durchkämmte bei Dunkelheit und Regen den Wald und zog schließlich einen 21-jährigen betrunkenen Iserlohner aus einem Gebüsch.

Er musste eine Blutprobe abgeben, behauptete aber, er sei nicht gefahren. Die Polizei stellte unter anderem das Mobiltelefon des Iserlohners und den Wagen sicher.

Der Mann weigerte sich anschließend, die Wache ohne sein Telefon zu verlassen. Auch einem formellen Platzverweis kam er nicht nach. Als die Polizeibeamten ihn aus der Wache nach draußen schieben wollten, leistete er massiven Widerstand durch Festhalten, Tritte und Schläge. So blieb er doch – allerdings im Gewahrsam.

Das Paar in dem touchierten Familienwagen – ein 33-jähriger Altenaer und seine hochschwangere Frau (32) – wurde leicht verletzt. Sie kamen gemeinsam mit ihrem zweijährigen Sohn in Krankenhäuser. Der Sachschaden: Über 50.000 Euro. Die Feuerwehr war mit mehreren Rettungs- und Rüstwagen im Einsatz.

Pol MK

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