Fridays gegen Altersarmut – Seniorenarmut bewegt das Netz

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Gruppenlogo. / Quelle fb/fridays gegen Altersarmut
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„Wir sind Menschen!“

So leiten die Gründer der Gruppe „Fridays gegen Altersarmut“ ihre Beweggründe ein. Die noch recht junge Facebookgruppe, Anfang Oktober gegründet, erfährt rasanten Zuwachs.

Wenn es am Monatsende zu eng wird: Wegen niedriger Einkommen sind viele Menschen auf Zusatzeinkünfte – wie hier aufs Pfand-Sammeln – angewiesen. (Foto: NGG)

Die Gruppengründer von Fridays gegen Altersarmut wollen „so viele Menschen wie möglich auf das Thema Altersarmut in diesem Land aufmerksam machen“, heißt es in der Gruppenbeschreibung. „Stammtischargumente wie, dass Bürger und Betroffene keine Lobby haben, lassen wir so nicht gelten. Wir können uns selbst zur Lobby machen, indem wir so viele Menschen wie möglich für unsere Bewegung gewinnen, um gemeinsam gegen Altersarmut zu kämpfen.“

Die Bewegung fühle sich „nur dem kleinen Mann (Bürgern) verpflichtet“, will deshalb politisch unabhängig bleiben.

„Wir lassen uns von keiner einzigen Partei, Gruppierung oder Politikern instrumentalisieren. Wir schließen niemanden aus, egal welcher Partei oder Bewegung er angehört, so lange er als Privatperson auftritt und mit uns gemeinsam gegen Altersarmut kämpfen möchte. Wir werden keinen Sonnenkönigen und Selbstdarstellern eine politische Bühne bieten, bei uns stehen ausschließlich die Betroffenen im Vordergrund.

Dumpfe Parolen bringen uns alle nicht weiter und werden auch nichts verändern. Deswegen ist es wichtig das wir nicht nur Forderungen aufstellen, sondern auch Lösungen ausarbeiten und anbieten wie man Altersarmut bekämpft und wie man unsoziale Regelungen zur Rente zurücknehmen kann.

Wenn Menschen über 45 Jahre hart gearbeitet haben, um später in Armut leben zu müssen, dann verstößt das nicht nur gegen alle humanistischen Regeln, sondern auch gegen das Grundgesetz. Jeder Mensch hat das Recht in Würde zu leben und in Würde alt zu werden.

Um unserer Bewegung und unserem Anliegen Ausdruck zu verleihen, werden wir unseren Protest auch auf die Straße tragen. Aber dazu muss unsere Bewegung wachsen und wir müssen einen Schritt nach dem anderen setzen. Schnellschüsse bringen niemanden etwas, also müssen wir mit Vernunft arbeiten. Nichts geht von heute auf morgen. Aber mit Ausdauer, Vernunft und Sachlichkeit können wir das Morgen verändern.

Ein Morgen, in dem unsere alten Menschen eine Rente bekommen, von der sie in Würde leben können. Deswegen schließt Euch an, nur gemeinsam können wir etwas verändern.

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Die kommenden Vorhaben:

Fridays gegen Altersarmut plant und bereitet eine Armutskonferenz für Betroffene vor. Es wird ein Katalog ausgearbeitet, in dem alle unsere Forderungen und Lösungsvorschläge zum Thema Rente und zur Beseitigung der Altersarmut festgehalten werden. Außerdem bereiten wir einen „Bettelgang“ durch mehrere große Städte vor, um direkt vor Ort auf Altersarmut aufmerksam zu machen.

In einer geplanten Merci Aktion „wollen wir älteren Menschen einmal Danke sagen. Danke sagen, dass sie dieses Land für uns nachfolgenden Generationen aufgebaut haben. Außerdem wollen wir mit unserer Merci Aktion älteren Menschen zeigen, dass wir sie nicht vergessen haben.“

Gleichzeitig werden wir uns mit Bewegungen und Organisation zusammenschließen, die das gleiche Anliegen haben und sich gegen Altersarmut engagieren. Wichtig für uns ist, das diese Zusammenarbeit auf gleicher Augenhöhe statt findet und dass diese Bewegungen ebenfalls parteiunabhängig agieren. Demonstrationen lohnen sich erst dann, wenn man die nötige Masse hinter sich hat. Also arbeiten wir mit Vernunft und setzen erst einmal einen Schritt nach dem anderen.“

Quelle: Fridays gegen Altersarmut

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