Von Einbrecher geweckt – Seniorin in Bergkamener Pflegeheim im Schlaf bestohlen

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Seniorin / Symbolfoto, Pixabay
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Sie erwachte – und sah den Fremden in ihrem Zimmer. Sie schrie laut.

Eine 85-Jährige ist am Sonntagabend (10.11.2019) in ihrem Zimmer eines Altenheims in Bergkamen bestohlen worden, während sie schlief.

Gegen 20.45 Uhr betrat ein unbekannter Täter das Seniorenheim an der Albert-Einstein-Straße (Haus Am Nordberg), ging in das Zimmer der Frau im Erdgeschoss und entwendete aus ihrer Nachttisch-Schublade das Portemonnaie samt Bargeld und EC-Karte.

In diesem Moment wurde die 85-Jährige wach, entdeckte den fremden Mann direkt neben ihrem Bett und schrie laut um Hilfe. Daraufhin flüchtete der unbekannte Täter durch den Haupteingang des Altenheims und rannte dabei an einer Mitarbeiterin der Einrichtung vorbei.

Sie beschreibt den unbekannten Täter wie folgt: ca. 30 Jahre, 170 cm, südländisch, sehr kurze, schwarze Haare, schlank, schwarz gekleidet.

Zeugenhinweise nimmt die Polizei Bergkamen unter der Rufnummer 02307 921 7320 oder 921 0 entgegen. Wie der Täter in das Gebäude gelangt ist, möchte die Polizei aus triftigen Gründen nicht benennen (Nachahmung).

Im Herbst vor drei Jahren gab es eine regelrechte Serie von Einbrüchen in Pflegeheimen, im Kreis Unna wie im Kreis Soest.  „Oft wurden aus den Zimmern von alten und hilflosen Menschen Schmuck und Bargeld gestohlen“, warnte die Polizei damals nachdrücklich.

Bei ihren Ermittlungen stellte die Kripo auffallend oft fest, dass sich unmittelbar vor den Diebstählen junge, südosteuropäische Personen vor oder in den Altenheimen aufhielten. Die Polizei rät daher den Betreibern von Altenheimen oder Altenwohnungen dringend, die Besucher zu kontrollieren.

Den Angehörigen von älteren Menschen, die in den Altem- und Pflegeheimen versorgt werden, wird ans Herz gelegt, möglichst wenig Bargeld oder Schmuck offen und leicht zugänglich in den Zimmern aufzubewahren. Außerdem sollten auffällige Personen umgehend der Polizei gemeldet werden, um die Identität festzustellen.

Unheimliche Begegnung im Jahr zuvor in Fröndenberg:

Im Pflegeheim Villa Mauritius in Fröndenberg kam es in einer Septembernacht 2015 zu einer nächtlichen Begegnung der unheimlichen Art. Um 2.50 Uhr überraschte eine Pflegekraft einen wildfremden Mann auf dem Flur im 1. Obergeschoss. Er behauptete, seine Mutter zu besuchen – um drei Uhr früh.

Wenig glaubwürdig. Die Pflegekraft brachte den Mann aus dem Gebäude, Mitarbeiter riefen die Polizei. Das nutzte der Mann, um abzuhauen.

„Die Mitarbeiterinnen haben nicht versucht, ihn gewaltsam festzuhalten, davon hätten wir auch dringend abgeraten. Es war mitten in der Nacht“, betonte Polizeisprecherin Ute Hellmann damals auf unsere Nachfrage. Der Mann hätte ja auch bewaffnet sein können.

Noch während die Zeugen auf die Polizei warteten, stürzten plötzlich noch zwei weitere Männer aus der Villa und flüchteten wie Nummer eins in die Nacht hinaus. Alle drei wurden als osteuropäisch beschrieben.

 

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