Überparteilicher Sachverstand: Fröndenbergs Beigeordneter Freck wird Bürgermeisterkandidat von CDU und FDP

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Heinz-Günter Freck (Mi., mit seiner Frau Claudia) wäre nach Überzeugung der CDU und der FDP der ideale Bürgermeister für Fröndenberg. V. li. FDP-Parteichef Dr. Elmar Jobs, CDU-Stadtverbandsvorsitzender Olaf Lauschner, Fraktionschef Gerd Greczka und FDP-Fraktionsvorsitzender Andreas Wette. (Foto Rundblick Unna)
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„Die Dominanz der SPD Fröndenberg“ gelte es zu brechen, gibt CDU-Stadtverbandschef Olaf Lauschner als Parole aus. Deshalb bieten CDU und FDP für die Nachfolge des sozialdemokratischen Stadtoberhaupts Friedrich-Wilhelm Rebbe einen gemeinsamen Kandidaten auf:

Heinz-Günter Freck, im 9. Jahr Erster Beigeordnete und Kämmerer der Ruhrstadt, soll in genau 10 Monaten –  am 13. September 2020 – zum neuen Fröndenberger Bürgermeister gewählt werden, unterstützt von CDU und FDP.

Frecks Chef geht im Herbst 2020 bekanntlich in den Ruhestand. „Gegen Fritz Rebbe wäre ich auch nicht angetreten“, machte Fröndenbergs oberster Kassenwart und Bürgermeisterstellvertreter am Mittwochnachmittag (13. 11.) im Hotel Haus Ruhrbrücke klar.

Dort stellten ihn die Partei- und Fraktionsvorstände von CDU und FDP bei einem  Pressetermin als ihren gemeinsamen Wunschkandidaten vor – als überparteilichen Kandidaten, von dessen politischer Neutralität man sich schon viele Jahre habe überzeugen können und weiterhin davon überzeugt sei. Dies unterstrichen sowohl Olaf Lauschner und Fraktionsvorsitzender Gerd Greczka für die CDU wie auch Dr. Elmar Jobs und Andreas Wette für den kleinen Partner FDP.

Weitere Partner seien willkommen, verdeutlicht Lauschner mit Fingerzeig zur Freien Wählergemeinschaft (FWG) und zu den Grünen. Beide, bestätigt Gerd Greczka, hätten signalisiert, sich in der Bürgermeisterkandidatenfrage noch nicht entschieden zu haben, aber beide hätten eben auch noch nicht Nein gesagt.

Freut sich auf weitere überparteiliche Arbeit für Fröndenberg: Kämmerer, Beigeordneter und desginierter „Mitte“-Bürgermeisterkandidat Heinz-Günter Freck. (Foto RB)

Die Neutralität im Amt sei auch ihm selbst sehr wichtig, betont Heinz-Günter Freck, egal ob momentan als Beigeordneter und Kämmerer oder möglicherweise als künftiger Bürgermeister.

Etwas überraschend bekennt der 58-jährige Verwaltungsexperte, dass es ihn „sehr überrascht“ habe, von der CDU vor einigen Monaten dieses Angebot bekommen zu haben. Gleichwohl habe er sich sehr darüber gefreut und fühle sich geehrt. Er traue sich „den Bürgermeister“ zu und habe Lust darauf, Fröndenberg überparteilich weiterzugestalten.

Heinz-Günter Freck wohnt mit seiner Familie in Werl – somit bekäme Fröndenberg nach dem Mendener Friedrich-Wilhelm Rebbe schon wieder einen Bürgermeister, der kein Fröndenberger ist.

„Das ist für mich kein Kriterium“, sagt Freck selbst ganz sachlich dazu.  Er wolle „aus der Arbeit heraus ein guter Bürgermeister für Fröndenberg“ sein, und das könne er unabhängig vom Wohnort.

„Meine Grundaussage lautet: Ich möchte überparteilich weiterarbeiten“, unterstreicht der designierte Bürgermeisterkandidat, der erst im Mai dieses Jahres für weitere 8 Jahre als Beigeordneter wiedergewählt wurde. Per einstimmigem Stadtratsvotum, was Frecks überparteiliche Ausrichtung und „Vermittelbarkeit“ eindrucksvoll unterstrichen habe, merkt Olaf Lauschner an.

Die CDU sieht in dem nüchternen, sachlichen, Fröndenberg-kundigen Bürgermeisterstellvertreter und Kämmerer den perfekten künftigen Rathauschef. Lauschner lobt ihn als jemanden, „der sich politisch neutral verhält, der befähigt ist, eine Verwaltung mit 100 Mitarbeitern zu führen. Heinz-Günter Freck ist nah bei den Menschen, verfügt über fundierte Fachkenntnisse und Stärke, ist Ideengeber, Repräsentant, Integrationsfigur und Moderator, erfahren, bodenständig, intelligent, kompetent, detailverliebt.“ Kurzum: „der ideale Kandidat.“

Schnell für Freck entschieden: Dr. Elmar Jobs (FDP, li.), Gerd Greczka (CDU). (Foto RB)

Das versichert auch Dr. Elmar Jobs für die Fröndenberger Liberalen, merkt scherzend dazu an, dass der Mitgliederentscheid bei der FDP naturgemäß schneller und unkomplizierter vonstatten gehe als bei der viel größeren CDU. Diese will Freck endgültig auf einer Mitgliederversammlung nominieren, und zwar noch in diesem Jahr, verspricht Fraktionschef Greczka.

Gespannt erwarten er und die übrigen Unterstützer des „neutralen Bürgermeisterkandidaten Freck“ der Entscheidung der Grünen und der FWG. Letztere will die Entscheidung im kommenden Frühjahr treffen, schrieb uns auf Anfrage am Abend der FWG-Fraktionsvorsitzende Matthias Büscher.

Heinz-Günter Freck sieht seiner Kandidatur selbstbewusst entgegen: Er freue sich darauf, auf breite Mehrheiten gestützt für Fröndenberg weiterzuarbeiten, sagte er. In die Waagschale wirft der 58-jährige dreifache Familienvater 38 Jahre im Öffentlichen Dienst, davon 20 Jahre in leitenden Positionen – 8 Jahre davon in Fröndenberg.

 

 

 

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