Mann belästigte türkische Ärzte und Geschäftsleute mit eingenässten Windeln

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Symbolbild einer Babywindel, Quelle Pixabay
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Ein mehr als bizarrer Fall.

Weil er – wie er selbst sagte – mit dem Wahlverhalten der in Dortmund lebenden Türken zur Präsidentschaftswahl in der Türkei unzufrieden war, belästigte ein zunächst unbekannter Mann zahlreiche türkische Ärzte, Geschäftsleute und Einzelhändler mit eingenässten Windeln.

Und zwar tat er das zwei Jahre lang.

In mehr als 60 Fällen hinterlegte der 63-Jährige mit Windeln gefüllte Briefumschläge ausschließlich an Anschriften im Stadtteil Huckarde.

Die ungewöhnliche Post beschäftigte die Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils im Dortmunder Westen immer wieder. Seit 2017 gingen zahlreiche Anzeigen bei der Polizei ein. Jüngst beobachtete ein Zeuge, wie ein ihm unbekannter Mann abermals einen handschriftlich beschriebenen Briefumschlag an einer Eingangstür deponierte.

Mit einer präzisen Personenbeschreibung und auf Grundlage weiterer Zeugenaussagen konnte die Polizei am Mittwoch (13.11.2019) um 8.50 Uhr einen in Dortmund-Huckarde lebenden Mann auf dem Marktplatz im Ortskern identifizieren und vorübergehend festnehmen.

Als Motiv für das Verteilen der Windeln – die in den meisten Fällen eingenässt waren – gab der Mann seine persönliche Unzufriedenheit über die Wahl des türkischen Ministerpräsidenten an.

Die Dortmunder Polizei ermittelt unter anderem wegen Beleidigung gegen den strafrechtlich zuvor nicht aufgefallenen Mann, der nach derzeitigem Stand der Ermittlungen politisch nicht organisiert ist.

Pol DO

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