Schwerer Unfall mit Porsche und Mercedes – Drängelei, Alkohol, Drogen und Haftbefehle im Spiel

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Dicht auffahren, aggressiv Lichthupe betätigen, Alkohol und Drogen am Steuer – bei dieser schweren Unfallfahrt am gestrigen Abend (14.11.) gegen 21.30 Uhr auf der A 2 bei Dortmund kam eine Menge Übles zusammen. Zwei Schwerverletzte sind zu beklagen, einer stammt aus Lünen.

Unfallverursacher war nach ersten Erkenntnissen ein lettischer Mercedesfahrer, der auf der linken Spur in Richtung Oberhausen plötzlich sehr dicht – zu dicht – hinter einem 63-jährigen Porschefahrer aus Münster auftauchte.

Vor der Anschlussstelle Mengede wollte der 39-jährige Mercedesfahrer den Porsche offenbar unbedingt überholen. Er fuhr dazu dicht auf, betätigte mehrmals die Lichthupe.

Als der 63-Jährige nach rechts wechseln wollte, beschleunigte der 39-Jährige offenbar zu stark – und prallte auf den Vordermann auf.

Beide Autos schleuderten gegen die Schutzplanken, der Mercedes krachte anschließend noch mit einem Lkw-Gespann aus Steinhagen, das auf dem rechten Fahrstreifen unterwegs war. Der Anhänger schaukelte sich auf, kippte um und blieb auf der Seite liegen. Der 52-jährige Fahrer kam mit dem Schrecken davon, ebenso wie der Porschefahrer.

Im Gegensatz zu dem Mercedesfahrer und seinem 41-jährigen Beifahrer aus Lünen. Letzterer war zunächst im Wagen eingeklemmt und musste befreit werden. Ein Rettungswagen brachte ihn ins Krankenhaus, ebenso wie den ebenfalls schwer verletzten Fahrer.

Was bei der Unfallaufnahme aufflog: Gegen den Lüner lagen gleich zwei Haftbefehle vor, bei dem Fahrer ergaben sich Hinweise auf Alkohol und Drogen am Steuer.  Die Polizisten beschlagnahmten den Führerschein des Mannes, der Lüner wird sich binnen Kurzem in der JVA wiederfinden.

So ganz nebenbei war der Mercedes nicht mehr zugelassen, und die angebrachten Kennzeichen waren als gestohlen gemeldet. Im Kofferraum befand sich zudem  Aufbruchswerkzeug. Die Beamten stellten das Fahrzeug sicher.

Während der Unfallaufnahme, der Bergungs- sowie Reinigungsarbeiten musste die Richtungsfahrbahn gesperrt werden. Der Verkehr wurde über das Autobahnkreuz Dortmund-Nordost abgeleitet, gegen 2.15 Uhr konnte der linke Fahrstreifen freigegeben werden. Die komplette Fahrbahn war am Freitag (15.11.) gegen 7 Uhr wieder befahrbar.

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