Umsatzeinbrüche – Lüdenscheider Automobilzulieferer schließt Werk in England

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Motor / Beispielbild, Quelle Pixabay
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Der Lüdenscheider Automobilzulieferer Kostal steht nach Medienberichten vom Samstag (16. 11.) vor tiefgrefenden Umstrukturierungen. Zu den wesentlichen Änderungen, die rund 2000 Betriebsangehörigen am Donnerstag auf einer Betriebsversammlung mitgeteilt wurden,  soll die Schließung des Werks in England gehören.

Die Zentrale in Lüdenscheid, Gründungssitz von Kostal, stehe – bisher – nicht zu Disposition.

Die Kostal-Gruppe hat 46 Standorte in 21 Ländern mit insgesamt 18 000 Beschäftigten. Nach den bisher bekannt gewordenen Informationen auf der Betriebsversammlung soll die einst  sichere und lukrative Automotive-Sparte aus der Holding ausgegliedert werden. Der Grund seien Umsatzeinbrüche in der Automobilindustrie.

Die Entwicklung, Produktion und Zulieferung elektronischer Bauteile (z. B. Bedienelemente und elektronische Steuergeräte) für die Autobauer gilt als größter Geschäftsbereich der Kostal-Gruppe. 

Auch Unna trifft die Krise der  Automobilzulieferer:

Schaeffler stellt angesichts deutlich schwächerer Geschäfte vier Standorte in Deutschland auf den Prüfstand, darunter den in Unna. Der Standort soll geschlossen werden. Als Ursache für die Verschlechterung des Absatzes wird die Umstellung auf Elektroautos genannt.

Der Betriebsrat und die Industriegewerkschaft IG Metall hatten Ende März Widerstand angekündigt. Erwartet werde, dass notwendige strukturelle Veränderungen ohne Standortschließungen und ohne betriebsbedingte Kündigungen vonstatten gingen.

Das Unternehmen will deutschlandweit 700 Stellen abbauen und weitere 200 im europäischen Ausland.

Schaeffler baut u. a. Getriebeteile, Kupplungssysteme und Nockenwellenversteller und ist laut Handelsblatt vornehmlich von der Umstellung auf Elektroautos betroffen. Das Unternehmen hat 26 Standorte in Deutschland.

Quelle: www.come-on.de/

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