Unnas „Postbuche“ muss am Samstag gefällt werden

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Der Anblick kehrt nie wieder: die Rotbuche vor der Post im Sommer. (Foto Archiv RB)
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Eine traurige Nachricht: Ein weiteres Baumdenkmal Unnas wird noch vor der diesjährigen Weihnachtsmarkteröffnung Geschichte sein. Die Rotbuche vor der Post (am Königsborner Tor) muss gefällt werden.

Das bestätigte uns auf Nachfrage Stadtsprecher Christoph Ueberfeld. Am kommenden Samstag, 23. November, soll die „Postbuche“ fallen, zwischen 6.30 und 11 Uhr.

Zuständig ist der Kreis Unna, dem der Baum gehört.

Die Fällung nötig macht die sogenannte Buchenkomplexkrankheit, die sich seit ca. 20 Jahren in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ausbreitet, hier vor allem in der Nordeifel und im Unna-nahen Sauerland. Charakteristische Symptome dieser Erkrankung sind Schleimflussflecken, strichförmige Rindennarben, in späteren Stadien fleckenweises Absterben und Ablösen der Rinde, Holzfäule, Pilzfruchtkörper und Befall durch holzbrütende Insekten. (Quelle: https://www.waldwissen.net/)

Für das Postgebäude gibt es im Zuge der Neuentwicklung des Mühle Bremme-Geländes Ideen für eine  geänderten Nutzung, da sich die Postfilialen in den Innenstädten allgemein verkleinern. Eventuell könnte in der oberen Etage so etwas wie ein Medical Center entstehen, ließ Architekt Michael Deterding im März 2018 bei der ersten Präsentation des avisierten Einkaufscenters anklingen. Deutlich machte er jedoch, dass die denkmalgeschützte Villa ebenso erhalten bleiben würde wie die mächtige Buche vor der Post als Naturdenkmal.
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Erst Ende Dezember vorigen Jahres hatte die 200 Jahre alte Blutbuche am Beethovenring gefällt werden müssen. Auch sie „kränkelte“ und war nach einem umfangreichen Astbruch nicht mehr standsicher.

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