Parkplatzärger rund um Unnas City: Schon Anfang 2017 forderte FLU ein einheitliches Konzept

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Kuddelmuddel unterschiedlicher Parkregelungen in Unna: Hier an der Mozartstraße ist ein Parkschein Pflicht - ab 19 Uhr ist das Parken kostenlos. (Archivbild RB)
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Parkdruck an der Morgenstraße, Parkdruck an der Bornekampstraße, Parkdruck im Vinckestraßenviertel, Parkdruck rund ums EK – gerade aktuell machen wieder Anwohner ihrem Unmut Luft, sammeln Unterschriften (Morgenstraße) oder fordern Einbahnregelung (Breslauerstraße/südliche Innenstadt).

Dabei wurde das Grundproblem schon vor fast drei Jahren als akut erkannt, und zwar von der Freien Liste Unna (FLU), die im Januar 2017 konstatierte:

„Betrachtet man den engeren Bereich rund um den Innenstadtring, stellt man fest, dass in den angrenzenden Straßen zurzeit keine einheitliche Linie verfolgt wird.“

An der Morgenstraße ist das Parken unbegrenzt und kostenfrei möglich. Im Ergebnis finden zunehmend die Anlieger keine Parkplätze mehr. (Foto RB)

Die Palette der Möglichkeiten reiche von völlig freiem Parken über die Beschränkung durch Parkscheibe und Einwohnerparkausweise bis hin zu kostenpflichtigem Parken. Dies wiederum führe zu vermehrtem Langzeitparken in den Straßen ohne jegliche Parkraumbewirtschaftung.

Parkscheibenregelung herrscht auf dem Aldi-Parkplatz Weberstraße. (Foto RB)

Die FLU stellte daher den Antrag auf ein Parkraumbewirtschaftungskonzept. Dieses sollte für alle Straßen gelten, die unmittelbar an den Innenstadtbereich angrenzen – in einem noch festzulegenden Radius um den Innenstadtring.

Denn, so begründete die Freie Liste ihren Vorstoß:

„Unna wird oft als Einkaufsstadt bezeichnet, hat überdies einen sogenannten Einpendlerüberschuss von über 5500 Personen, der zusätzlichen Parkraum erfordert. Unna verfügt über gut ausgelastete Parkflächen und Parkhäuser in der Innenstadt. Ein zusätzliches Parkhaus in Bahnhofsnähe ist geplant (Anm. d. Red.: Inzwischen aus Kostengründen verworfen).

Kostenpflichtiges Parken auf der unbefestigten, holprigen Fläche an der Massener Straße: Falschparkern drohen hier Vertragsstrafen. (Foto RB)

Der Parkraum innerhalb des Verkehrsringes ist in der Regel bewirtschaftet. In einem engen Gürtel um den Innenstadtring wird der Parkraum ebenfalls zunehmend bewirtschaftet.

Es soll vermieden werden, dass Parkplatzsuchende, Einpendler oder Langzeitparker die Ziele der Parkraumbewirtschaftung dadurch umgehen, indem sie ihre Fahrzeuge zentrumsnah frei und unbegrenzt abstellen können. Dies führte in der Vergangenheit auch immer wieder zu Konflikten mit Anliegern, die an ihrer Wohnung keine Parkplätze mehr vorfanden.“

Auf dieses am 9. Januar 2017 beantragte Konzept, sagte uns FLU-Fraktionschef Klaus Göldner auf Nachfrage, warte die FLU bis heute:

Der Weg des Antrags durch die Gremien und durch die Jahre. / Quelle: Ratsinformationssystem Kreisstadt Unna

 

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