Radschnellweg Ruhr (RS1): Dortmund will 2020 loslegen

0
123
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund
Facebookrss
Das ehrgeizige Millionenprojekt „Radfahrerautobahn“, die auch durch Kreis und Stadt Unna führen soll, kommt nur zäh voran – im kommenden Jahr will nun die große Nachbarstadt loslegen.

Der Radschnellweg Ruhr (RS1) soll insbesondere Pendlern eine Alternative für die tägliche Fahrt zur Arbeit bieten und so den Umstieg vom Auto auf das Fahrrad fördern. Die Dortmunder Stadtverwaltung hat nun die Pläne für den 1. Teilabschnitt des RS1 auf ihrem Stadtgebiet fertiggestellt und wird nach Einholen des Baubeschlusses die Vergabe der Bauarbeiten vorbereiten.

Die Führung des RS1 erfolgt hier in den Fahrbahnen von Große Heimstraße, Sonnenplatz und Sonnenstraße. Die Abschnitte werden als Fahrradstraße ausgewiesen. Es wird eine Parkverbotszone angeordnet, um das Parken am Fahrbahnrand und an den Baumscheiben zu unterbinden, die baulich angelegten Parkstände bleiben erhalten. Die Rechts-vor-Links-Regelung wird aufgehoben, der RS1 erhält Vorrang. Die vorhandene Signalanlage Große Heimstraße/Neuer Graben wird entfernt. Die Fahrbahndecke wird im gesamten Verlauf vollständig erneuert.

Der Radschnellweg Ruhr (RS1) ist das Vorzeigeprojekt der Radschnellwege in der Bundesrepublik Deutschland. Im Ruhrgebiet wird er das Rückgrat des regionalen Radwegenetzes. Er soll künftig insbesondere Pendlern im Entfernungsbereich von zehn bis 15 km eine Alternative für die tägliche Fahrt zur Arbeit bieten und so den Umstieg vom Auto auf das Fahrrad fördern. Erste Teilabschnitte sind bereits – beispielsweise in Mülheim – realisiert, alle beteiligten Städte und der Landesbetrieb Straßen.NRW als Baulastträger für die freien Strecken treiben zurzeit die Planung voran.

Umbaubeginn 2020

Der Umbau auf Dortmunder Gebiet ist für Mitte 2020 vorgesehen, die Bauzeit beträgt drei bis fünf Monate. Der sich daran anschließende Bauabschnitt von Arneckestraße bis Ruhrallee soll nach Möglichkeit unmittelbar folgen, die Ausführungsplanung ist in Bearbeitung. In 2020 finden in der Sonnenstraße im Bereich der Fachhochschule noch Leitungsarbeiten statt (Verlegung der Fernwärmeleitung). In einer gesonderten Vorlage Anfang 2020 wird die Verwaltung das Prozedere für die weiteren Planungsabschnitte darstellen. (Quelle Dortmund.de)

Über 100 km soll die Trasse von Duisburg nach Hamm führen – auch durch Unna, konkret durch Königsborn, und durch Kamen und Bergkamen, die Kosten sind mit 108 Mio. Euro) angsetzt. Vor wenigen Wochen richtete Straßen.NRW einen Appelll an alle beteiligten Kommunen, den RS1 gemeinsam voranzubringen. Viele Teilnehmer der RS1-Konferenz beklagten fehlende Ingenieure, Hürden im Planungsrecht oder auch langwierige Abstimmungsprozesse. Gemeinsam wurden nun Lösungsvorschläge erarbeitet, die die Planungsprozesse erleichtern könnten.

Straßen.NRW entwickelt derzeit eine Internet-Plattform, die aktuell über Planung und Bau des RS1 informieren soll. Sauerwein-Braksiek: „Mit dieser Plattform wollen wir aber nicht nur der Öffentlichkeit Einblick in den Stand der Dinge geben, sondern wir wollen auch den Planern ermöglichen, tatsächlich gemeinsam an diesem Großprojekt zu arbeiten.“

Facebookrss