„Geh doch ein Stück mit mir.“ – Erneut Schüler in Unna von Fremdem angesprochen

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Symbolbild / Quelle Pixabay
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„Geh doch mit mir in meine Richtung.“ Leander, 11 Jahre, reagierte genau richtig. „Ich gehe in DIESE Richtung weiter“, antwortete er dem Fremden deutlich, ließ ihn stehen und schritt weiter.

Erneut ist heute (22. 11.) in Unna ein Schulkind von einem fremden Mann angesprochen worden, diesmal ein Schüler des Pestalozzi-Gymnasums (PGU).

Der Elfjährige ging gegen 13.30 Uhr von der Schule nach Hause. Auf dem Kessebürener Weg in Höhe des kleinen Aufgangs zur Pestalozzistraße sprach ihn dieser fremde Mann an, ein ca. 50- bis 60 Jahre alter Fremder, ungepflegt, mti Bart und dunkler Mütze, einen schwarzen Beutel auf dem Rücken. 

Leander ließ den aufdringlichen Unbekannten stehen und schickte sofort seiner Mutter eine Sprachnachricht. Diese informierte die Unnaer Polizei über den Vorfall, die die Schilderung des Schülers aufnahm.

Ein Junge hatte erzählt, er sei am 5. November an der Bushaltestelle am Katharinen-Hospital von einem dunkel gekleideten fremden Mann angesprochen worden, der sodann versucht hätte, ihn am Arm zu packen und in ein wartendes Auto zu zerren. An einem anderen Tag hätte er diesen Mann erneut gesehen, erzählte das Kind, diesmal in der Nähe des Kinos/der Eisdiele auf der Massener Straße.

Die Polizei bittet darum, Folgendes zu beachten:

Das bloße Ansprechen von Kindern stellt für sich gesehen noch keine Straftat dar. Gleichwohl kommt es immer wieder zu Situationen, in denen nicht klar ist, was mit dem Ansprechen bezweckt wird. Daher nimmt die Polizei jeden dieser Hinweise sehr ernst.

Die tatsächlich Gefahr für Kinder, Opfer eines fremden Gewalttäters zu werden, ist sehr gering. Dennoch verbreiten sich solche Vorkommnisse sehr schnell und verängstigen Eltern und Kinder gleichermaßen.

Um dem entgegen zu wirken, sollten folgende Punkte beachtet werden:

   -	Wenden Sie sich an die Polizei und melden die verdächtige 
Wahrnehmung.
   -	Streuen Sie keine ungesicherten Informationen, besonders nicht 
über die sozialen Medien. Diese verselbständigen sich und führen eher
dazu Eltern und Kinder zu verängstigen.
   -	Geben Sie ihren Kindern Verhaltenshinweise, wie nicht mit 
fremden Personen mitzugehen oder in fremde Fahrzeuge einzusteigen.
   -	Treffen Sie Absprachen mit ihrem Kind und halten Sie diese ein, 
denn das Kind lernt vom Vorbild. Erklären Sie ihrem Kind wo Sie für 
es jederzeit zu erreichen sind.
   -	Üben Sie mit ihrem Kind, wie es sich in bedrohlichen Situationen
verhalten soll. Es sollte sich nicht scheuen, andere Erwachsene um 
Hilfe zu bitten und auf sich aufmerksam machen.
   -	Ihr Kind sollte die Notrufnummer 110 kennen. Erklären Sie ihm, 
dass es bei Gefahr ohne Geld oder Telefonkarte von jeder öffentlichen
Telefonzelle und auch ohne Guthaben vom Handy aus die Polizei rufen 
kann.

Für weitere Nachfragen steht das Kommissariat Kriminalprävention und Opferschutz unter der Telefonnummer 02307 921 4900 zur Verfügung.

 

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