10 Forderungen – „Fridays gegen Altersarmut“ ruft zur bundesweiten Mahnwache auf

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Für ein solidarisches Rentensystem, bei dem ALLE einzahlen; für sofortige Abschaffung von Hartz IV…

Und noch acht weitere Forderungen listet die noch junge Bewegung „Fridays gegen Altersarmut“ auf – sie hat inzwischen über 70.000 Mitglieder und geht am 24. Januar 2020 erstmals aus dem Netz auf die Straße, mit einer bundesweiten Mahnwache.

Bis klar ist, ob auch in Stadt bzw Kreis Unna eine Veranstaltung stattfindet, können sich interessierte Teilnehmende aus dem Kreisgebiet den bereits feststehenden Termin in Menden vormerken:

Dort versammeln sich  Unterstützer der „FGA“-Ziele am 24. 1. von 17 bis 19 Uhr vor dem Alten Rathaus.

„Es wäre schön, wenn jeder Teilnehmende eine Kerze mitbringt“, wünscht sich Sandra Hanslicek, die die Mahnwache in Menden organisiert. „Gerne auch Plakate aus Papier/Pappe.“ Sie weist darauf hin: „Es wird  eine stille Mahnwache. Wir möchten kein Gegröhle.“

Die FGA-Aktiven freuen sich über Unterstützerinnen und Unterstützer jeder Altersgruppe, jeden Geschlechts, egal welcher Herkunft. „Altersarmut geht uns alle an. Auch die Jüngeren werden mal alt.“

Die 10 Forderungen von „Fridays gegen Altersarmut“:

  1. Sofortige Einführung eines solidarischen Rentensystems, in dem ausnahmslos alle einzahlen müssen.
  2. Sofortige Steuerbefreiung auf ausgezahlte Rentenbeiträge.
  3. Die Zweckentfremdung und Herausnahme der eingezahlten Gelder aus der Rentenkasse ist per Gesetz unter Strafe zu stellen.
  4. Gleiches Recht für EU-Bestandsrentner und Behinderte zum Thema Rente.
  5. Sofortige Rücknahme der Agenda 2010 (Hartz IV).
  6. Einführung einer Reichensteuer.
  7. Ein befristetes Übergangsgeld für ehemalige Landtagsabgeordnete, Bundestagsabgeordnete, Minister und Bundespräsidenten und die sofortige Abschaffung horrender Pensionen auf Lebenszeit.
  8. Die Verschwendung von Steuergeldern in Amtsstuben, Behörden und Ministerien ist gesetzlich unter Strafe zu stellen. Falls Privatvermögen vorhanden ist, müssen die Verantwortlichen der Steuerverschwendungen mit ihrem Privatvermögen haften.
  9. Kindergeld und Unterhalt sind nicht mehr als Einkommen bei staatlichen Hilfeleistungen anzurechnen. Es dient allen zur Versorgung des Kindes, um dieses in Würde groß zu ziehen.
  10. Wir fordern von der Bundesregierung, ein Gesetz nach französischem Vorbild zu verabschieden, das Supermarktketten und Einzelhändlern verbietet, Lebensmittel wegzuwerfen. Es ist ein Skandal, Millionen Tonnen Lebensmittel wegzuwerfen, während viele  Menschen Hunger leiden.

 

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3 KOMMENTARE

  1. Ein guter Kontrast zu der naiven Rasselbande, die sich sonst auf den Straßen rumtreibt. Jetzt nicht mehr, ist wohl zu kalt. Das scheinen sehr vernünftige Leute zu sein. Besonders die Forderungen in Bezug auf unsere Politiker finde ich sehr gut. Aber auch die anderen Forderungen scheinen sehr angebracht zu sein. Allen in Deutschland könnte es gut gehen, auch unsere Infrastruktur könnte supi sein, wenn wir fähige Politiker hätten. Es ist so traurig zu sehen, wie der Reichtum eines Landes der hart erarbeitet wurde, so verschleudert wird. Was ist nur aus Deutschland geworden?