Von Schulgarten bis Hundewiese: FLU will Freizeitbadfläche für Erholung neugestalten

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Abriss des Freizeitbades Massen. (Archivbild Rundblick)
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„Das Freizeitbad Massen ist Geschichte, ein neues Freibad wird dort aus realistischer Sicht in absehbarer Zeit nicht wieder entstehen. Damit das Areal im Westen Unna nicht noch weitere Jahre brach liegt, unternimmt jetzt die Freie Liste Unna (FLU) einen Vorstoß – für eine Naherholungsfläche.“

So schrieben wir am 4. Oktober 2016 – vor mehr als drei Jahren. Die FLU holt heute ihren damals gestellten Antrag wieder aus der Schublade: Er ist nach der plötzlichen Realschulwende der Verwaltung – kein Schulneubau in der Einflugschneise – unversehens wieder top-aktuell.

Gefordert wird:

– Die kurzfristige Überplanung des Freizeitbadgeländes durch die Verwaltung oder im Rahmen eines Wettbewerbs von Landschaftsarchitekten.

– Umbau in eine „grüne“ Freizeitanlage mit Aufenthaltsqualität (Stichwort: „Pocketpark“) sowie

– Überlegungen hinsichtlich der Einrichtung eines Jubiläums- bzw. Babywaldes,

– Überlegungen zur Anlage von „Schulexperimentiergärten“,

– Überlegungen zur Anlage einer „Hundewiese“,

– Überlegungen zur Freigabe von Teilflächen für „Urban Gardening“.

Aufgrund der Größe der Fläche wären mehrere Nutzungen parallel möglich, meint die Fraktion um Klaus Göldner. „Wir bitten auch bereits jetzt darum, Gelder zur Planung/Umsetzung im Haushaltsplan 2017/2018 einzustellen.“ Der Doppelhaushalt wird im November beraten und im Dezember beschlossen.

Klaus Göldner, FLU. (Foto FLU)

WIESO NAHERHOLUNG?

Die FLU erinnert daran, dass alle Planungen in Richtung neues Bad in der Ratssitzung am 06.02.2012 endgültig aufgegeben wurden. „Den Massener Bürgern wurde einzig die Hoffnung gelassen, dass bei einer in späteren Jahren grundlegend verbesserten Finanzsituation die Wiederbelebung der Planungen für ein neues Freizeitbad möglich sei. Seit dieser Zeit liegt inmitten des zweitgrößten Stadtteiles dieser Stadt ein ca. 27.000 qm großes Areal brach, ohne dass bislang konkrete Planungen für eine Anschlussverwendung vorlägen. Das Grundstück verwildert mehr und mehr und kann nicht genutzt werden. Dazu ist eine derart große innerstädtische Bodenfläche schlicht zu schade“, betont Fraktionschef Göldner in seinem Antrag.

– Wohnbebauung: ist aufgrund des (Flug-)Lärms nur eingeschränkt möglich, Vorstöße  scheiterten bislang an erheblichem Widerstand der Bevölkerung und der Politik.

– Gewerbe- und Produktionsfläche: scheidet aus wegen unzumutbarer Beeinträchtigungen der Anwohner.

– Einzelhandel: Das Gelände liegt außerhalb des Nebenzentrums Massen. Somit wäre eine Verkaufsfläche von maximal 699 qm möglich.

„Diese Restriktionen dürfen jedoch nicht zu weiterem Stillstand führen“, unterstreicht die FLU. Die Bürger bräuchten Ersatz für den Verlust des Freizeitbades. Und dieser sollte idealerweise einen hohen Freizeitwert haben, ökologisch wertvoll, konsensfähig und bezahlbar sein.  „Und eine solche Nutzung ließe die Option, das Grundstück später wieder einmal für andere Zwecke – etwa als Freizeitbadgelände – zu nutzen!“

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