Fußballmuseum braucht nochmal mehr Geld: Jahresbedarf steigt auf 900.000 €

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Das Fußballmuseum in Dortmund. (Foto Copyright Stadt DO)
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Der Zuschussbedarf fürs Deutsche Fußballmuseum in Unnas großer Nachbarstadt schießt in schwindelerregendem Tempo weiter in die Höhe.

Nachdem die Stadt Dortmund Anfang November schon eine Verdoppelung der avisierten Summe bekannt gegeben hatte – statt 300.000 Euro im Jahr standen plötzlich 600.000 Euro Bedarf im Raum -, ist nun bereits von einem Jahresbedarf von 900.000 Euro die Rede, der ab kommendem Jahr fällig wird. Also jedes Jahr fortan.

Für das Jahr 2019 muss die Stadt dem Museum 727.000 Euro zuschießen.

Das sieht eine neue Vorlage vor, mit der sich laut Hinweis des WDR am heutigen Donnerstag (28.11.2019) der Finanzausschuss des Stadtrates befasst.

Das DFB-Fußballmuseum entwickelt sich für die große Nachbarstadt zu einem äußerst kostspieligen Prestigeobjekt: Erstmals seit seiner Eröffnung vor 5 Jahren schreibt es rote Zahlen – und den größten Teil muss die verschuldete Stadt auffangen. Fehlende Abschreibungen technischer Anlagen würden sich bemerkbar machen, und anfängliche Fördermittel des Landes seien nun entfallen.

Ein laufendes Minus unter 500 000 Euro im Jahr würde laut so genanntem Konsortialvertrag vom DFB und der Stadt jeweils hälftig ausgeglichen. Was darüber hinausgeht, muss laut Vertrag die Stadt allein übernehmen.

Der DFB deckelte sein Risiko so auf maximal 250.000 Euro pro Jahr, hieß es in einem Bericht der Westdeutschen Zeitung (Online-Ausgabe).

Der Bund der Steuerzahler hatte vor dieser Entwicklung bei der Eröffnung des Museums nachhaltig gewarnt. Demgegenüber sprach die Stadt Dortmund bei der Verdoppelung des Zuschusses auf 600.000 Euro jährlich weiterhin von einem Gewinn für Dortmund, da das das Museum Touristen in die Stadt locke.

 

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