Hündin von Brücke in eiskalte Ruhr geworfen: Tierquäler geht ins Gefängnis

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Symbolbild Justizia / Quelle Pixabay
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Ein Mann wirft ein lebendiges Tier von einer Brücke hinunter in einen eiskalten Fluss – es kommt elendiglich um.

Die unfassbar grausame Entsorgung einer älteren, kranken Hündin im eisigen Wasser der Ruhr am Abend des 29.12. vergangenen Jahres im Mülheim sorgte für überregionales Entsetzen und einen Schrei nach schärferen Strafen für Tierquäler.

Elf Monate später (am heutigen 28. 11.) wurde dem damals per Fahndung ermittelten Halter des Hundes der Prozess gemacht. Das zuständige Amtsgericht in Mülheim verurteilte den vielfach vorbestraften 58 Jahre alten Mann zu einer Gefängnisstrafe – ohne Bewährung.  Er muss sechs Monate hinter Gitter.

Wie der WDR aus der Verhandlung berichtete, hätte der Mann sich mit Volltrunkenheit rechtfertigen wollen sowie mit dem Umstand, dass die Hündin an Krebs gelitten hätte und er sie hätte erlösen wollen. Doch die Obduktion des Tieres bestätigte keine schwere Krankheit.

Als Todesursache wurde ein Leberriss festgestellt, den das Tier beim Aufprall auf die Wasserfläche erlitten hatte.

Der Kopf der toten Hündin. Das Foto entstammt dem Presseportal der Polizei Essen. Es sollte helfen, den Halter des Hundes zu ermitteln – und dies gelang.

Den zunächst unbekannten Tierquäler hatten Zeugen dabei beobachtet, wie er die Hündin am Abend des 29. Dezembers von der Schlossbrücke in Mülheim ins eiskalte Wasser hinunterwarf. Das Tier versuchte sich laut Zeugen noch schwimmend zu retten, konnte von der Feuerwehr aber nur noch tot geborgen werden.

Die Essener Polizei tat im Anschluss etwas Ungewöhnliches: Da sie unbedingt den Halter des Tieres finden möchte, veröffentlichte sie Fotos der toten Hündin. Es waren tieftraurige Bilder, von denen eines den Kopf des Tieres zeigt und das andere den geschundenen Körper.

Der Körper des Tieres weist auf Verletzungen und Fellverlust hin. (Foto aus dem Polizeportal Essen)

Die hellbraune Hündin war nach Schätzungen mindestens 10 Jahre alt, offenbar verwahrlost und auch krank. Dass hier offenbar ein Hundehalter sein krankes, altes Tier einfach eiskalt „entsorgt“ hat, rief auch bei unserer Facebook-Community maßloses Entsetzen und grenzenlose Wut hervor.

Die hier veröffentlichten Fotos der toten Hündin stammen aus dem Presseportal der für Mülheim zuständigen Polizei Essen.

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