„Unnötige Kontrolle“: Mercedesfahrer mit 3 Haftbefehlen parkt seelenruhig vor Autobahnpolizeiwache Kamen

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Symbolbld Mercedes. (Pixabay)
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Diese Kontrolle, fand der junge Mann, war aber wirklich „unnötig“.

Seelenruhig ignorierte ein 27-jähriger Mercedes-S-Klasse-Fahrer am Mittwochmittag (27.11.) ein „Durchfahrt verboten“-Schild auf dem Gelände der Autobahnpolizei in Kamen und stoppte in einer Parklücke vor der Wache, um in aller Ruhe zu telefonieren.

Das Telefongespräch musste er beenden.

Da der Mann keine Anstalten machte, aus seinem Mercedes zu steigen und irgendein Anliegen auf der Wache vorzutragen, entschlossen sich die Beamten in der Wache: Den überprüfen wir mal.

Ein Blick in den Computer ließ sofort erkennen: Gegen den Herrn lagen drei Haftbefehle vor.

Zunächst mal hatte er  zwei 10-Euro-Knöllchen nicht gezahlt. Die Haftbefehle mussten nicht vollstreckt werden, denn der 27-Jährige war liquide und zahlte die 20 Euro sofort, plus 70 Euro Gebühren. Damit kaufte er sich von 3 Tagen Ersatzfreiheitsstrafe frei, die ansonsten fällig geworden wären.

Weitere 20 Euro wurden für die Missachtung des „Durchfahrt verboten“-Schildes fällig.

Und ein dritter Haftbefehl lag vor, weil der Mann aus Hamm weitere 1500 Euro noch nicht gezahlt hat. Dafür konnte er allerdings eine mit der Justiz getroffene Vereinbarung über eine Ratenzahlung nachweisen.

Die Kontrolle der Polizei bezeichnete der 27-Jährige als „überzogen und unnötig“.

Die Dortmunder Polizei sieht sich jedoch zur Rechtfertigung gezwungen: „Aus Sicht der Polizei ist es jedoch durchaus angemessen und notwendig, an den Staat nicht gezahlte Geldbeträge einzufordern, wenn Haftbefehle vorliegen“, verteidigt sie das strenge Vorgehen der Kollegen.

Das Gelände der Autobahnpolizei konnte der Fahrer als freier Mann mit seiner S-Klasse wieder verlassen.

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