Erst falscher Belgier, dann falscher Ire – final: die Abschiebehaft

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Symbolbild / Quelle Pixabay
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Irgendwie sah der Mann auf dem irischen Ausweis demjenigen so gar nicht ähnlich, der den Grenzkontrolleuren den Ausweis vor die Nase hielt…

Mit einer irischen Identitätskarte eines anderen Mannes wollte ein 22-jähriger Afrikaner am Dortmunder Airport nach London ausreisen. Wie sich später herausstellte, war es bereits das zweite Mal.

Weil das Lichtbild im Ausweis keinerlei Ähnlichkeit mit dem ausreisewilligen jungen Mann aufwies, der dort vor ihnen stand, nahmen Bundespolizisten den 22-Jährigen erst mal mit zur Wache. Dort stellte sich wie vermutet heraus, dass der Ausweis zwar ein originales Dokument war, jedoch einer anderen Person gehörte.

Weiter Ermittlungen ergaben, dass der Ghanaer bereits vier Wochen zuvor versucht hatte, nach London auszureisen. Dazu war er zum Belgier mutiert, hatte eine belgische Identitätskarte vor, die ebenfalls einer anderen Person gehörte.

Die anschließende Aufforderung, sich bei der Ausländerbehörde in Recklinghausen zu melden, hatte der junge Mann ignoriert.

Wie er an den irischen Ausweis gekommen sei? Die Frage der Bundespolizisten beantwortete der Afrikaner mit: „Gefunden.“ Es stellte sich dann im weiteren Verlauf heraus, dass der Asylantrag des Ghanaers abgelehnt worden war und auch seine Duldung bereits ablief.

Nach Rücksprache mit der zuständigen Ausländerbehörde führte diese den 22-Jährigen dem Haftrichter vor. Dieser ordnete die Abschiebehaft  an.

Die Bundespolizei leitete zudem gegen ihn ein Strafverfahren wegen unerlaubten Aufenthaltes und Missbrauchs von Ausweisdokumenten ein.

Quelle: Bundespolizei Dortmund

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