Gerücht um Mord im Unnaer Süden: Polizei nimmt Stellung

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Symbolbild / Quelle Pixabay
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Über „schreckliche Dinge, die zur Zeit hier in der Gegend passieren“, erzählt sich die Nachbarschaft in der Unnaer Gartenvorstadt. Eine Leserin fragte vor einigen Tagen höflich bei uns nach, wieso eigentlich über diese furchtbaren Vorfälle keine Berichte zu finden seien…?

Da  außer zwei Autodiebstählen in den letzten Wochen keinerlei kriminelle Vorfälle im Unnaer Süden über die Polizei bekannt wurden, baten wir die Leserin um Konkretisierung. Sie schrieb uns, dass in der Gartenvorstadt, genaugenommen an der Ahornstraße, vor ca. zwei Wochen ein Mord stattgefunden hätte.

„So, wie es erzählt wird, soll ein Mann seinen Kollegen umgebracht haben. Und gestern hat man einen weiteren Leichnam hier oben geborgen,  wieso er starb etc.,  weiß auch niemand.“

Am Tag des angeblichen Kollegenmordes, es war der 3. November, waren zwei Streifenwagen, ein Rettungswagen, Notfallseelsorge und die Kripo vor Ort an der Ahornstraße. Auch einen Leichenwagen sahen die Anwohner vorfahren. Und alle, berichtet unsere Leserin, „erzählten, dass dort ein Leichnam gefunden wurde und die Person durch Fremdeinwirkung starb.“

Als nun am 21. November erneut Rettungskräfte, Polizei und ein Leichenwagen in der Ahornstraße standen, steigerte sich die Unruhe unter den Nachbarn –  Polizeisprecherin Vera Howanietz kann alle besorgten Anwohner beruhigen:

„Es gab in der Gartenvorstadt zwei Todesfälle, das ist richtig. Aber von Mord und Totschlag kann keine Rede sein.“ In diesem Fall wären die Ermittlungen sofort nach Dortmund abgegeben worden.

Tatsächlich wurde die Unnaer Polizei  in diesem Monat in zwei Todesermittlungsverfahren in der Gartenvorstadt tätig, am 3. und am 21. November. Beide Verstorbene lebten an der Ahornstraße. Bei beiden, so die Polizeisprecherin, habe es keine Anhaltspunkte auf Fremdeinwirkung gegeben.

In einem Fall sei eine Obduktion angeordnet worden. Doch es liegen in keinem der beiden Todesfälle irgendwelche Verdachtmomente auf ein Tötungsdelikt vor, betont Howanietz. Dass bei leblos aufgefundenen Personen die Polizei eingeschaltet werde, sei üblich.

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