Freizeitbad-Brache neu beleben: FLU listet auf, was nicht geht – und was möglich wäre

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Frei laufen und herumtoben auf einer Wiese - das liebt jeder Hund. EIne der Idee fürs frühere Freibadareal ist daher eine Hundewiese. (Symbolfoto / Quelle Pixabay)
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Was wird aus dem ehemaligen Freizeitbadareal in Massen? Nachdem der Plan, dort eine neue Realschule zu bauen, von Stadt und SPD abrupt über Bord geworfen wurde, legt die Freie Liste Unna (FLU) einen drei Jahre alten Antrag neu auf.

Sie listet auf, was dort  – nach einer kurzfristigen Überplanung durch die Stadt oder per Architektenwettbewerb – möglich wäre:.

– Grüne“ Freizeitanlage mit Aufenthaltsqualität (Stichwort: „Pocketpark“)

– Jubiläums- bzw. Babywald

– Schulexperimentiergärten

– Hundewiese

– Urban Gardening.

„Aufgrund der Größe der Fläche wären mehrere Nutzungen parallel möglich“, so Fraktionschef Klaus Göldner.

Was dort NICHT oder nur eingeschränkt geht:

Wohnbebauung – aufgrund des Fluglärmes bisher chancenlos,

Gewerbe  – scheidet aus wegen unzumutbarer Beeinträchtigungen der Bewohner,

Einzelhandel – nur eingeschränkt möglich, denn das Gelände liegt außerhalb des Nebenzentrums Massen. Somit wäre eine Verkaufsfläche von maximal 699 qm möglich.

Diese Restriktionen dürften jedoch nicht zu weiterem Stillstand führen.

Abriss des Freizeitbades Massen. (Archivbild Rundblick)

Ein neues Freibad, schätzt Göldner realistisch ein, werde es auf absehbare Zeit in Massen wohl nicht mehr geben. „Dafür werden uns mittel- bis langfristig die Gelder fehlen.“

Nachdem Sanierungsstau und wachsende Kostenzuschüsse von 2009 bis 2011 zu heftigen Diskussionen über die Zukunft des Freizeitbades geführt hatten, wurden alle Planungen zur Neustrukturierung des Bades, den Umbau in ein „ökologisches, saisonales und familiengerechtes Freibad“ oder ein Bürgerbad in der Ratssitzung am 06.02.2012 endgültig aufgegeben.

„Den Massener Bürgern wurde einzig die Hoffnung gelassen, dass bei einer in späteren Jahren grundlegend verbesserten Finanzsituation die Wiederbelebung der Pläne möglich sei“, erinnert Klaus Göldner.

Klaus Göldner, FLU. (Foto FLU)

„Seit dieser Zeit liegt inmitten des zweitgrößten Stadtteiles dieser Stadt ein ca. 27.000 qm großes Areal brach, ohne dass bislang konkrete Planungen für eine Anschlussverwendung vorlägen. Das Grundstück verwildert mehr und mehr und kann von den Bürgerinnen und Bürgern nicht genutzt werden. Dazu ist eine derart große innerstädtische Bodenfläche schlicht zu schade. Es muss deshalb überlegt werden, wie den Bürgerinnen und Bürgern ein Ersatz für den Verlust des Freizeitbades gegeben werden kann. Dieser sollte idealerweise einen hohen Freizeitwert haben, sowie

– ökologisch wertvoll,

– konsensfähig und

– in der gegenwärtigen Finanzsituation bezahlbar sein.

Überdies ist eine zeitlich schnell umsetzbare Lösung anzustreben, welche gleichzeitig die Option beinhaltet, das Grundstück später wieder einmal für andere Zwecke zu nutzen.“

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