Kinder helfen Kindern – Noah aus Unna verzichtet auf Geschenke und startet Spendenaktion

0
867
Facebookrss
„Mama, Papa? Ich möchte dieses Jahr keine Weihnachtsgeschenke. Ich will das Geld dafür lieber Kindern schenken, die nichts haben.“

Mit dieser Ankündigung überraschte der 11-jährige Noah aus Unna vor einigen Wochen seine Eltern.

Schon als 6-Jähriger meinte er einmal zu seinem Vater: „Papa, warum arbeitetest du so viel?“ Sein Vater entgegnete: „Damit ich dir auch viele Wünsche erfüllen kann.“ Damals bedauerte Noah schon: „Das ist aber blöd. Dann bleibt ja für die anderen Kinder weniger im Geschäft.“

Inzwischen ist der aufgeweckte Junge älter, geht in die 6. Klasse am Pestalozzi-Gymnasium Unna (PGU). „Er macht sich oft Gedanken über Kinder, die nichts haben“, erzählt seine Mutter Daniela Ghiassi.

In diesem Jahr möchte der 11-Jährige nun also das Geld für seine Weihnachtsgeschenke lieber an solche bedürftigen Kinder weitergeben – und er hatte noch eine weitere Idee, die er seit diesem Wochenende  in die Tat umsetzt: eine Spendenaktion von Kindern für Kinder.

„Seine Idee war, dass jedes Kind freiwillig einen Euro von seinem Taschengeld abgibt“, erzählt seine Mutter Daniela. „Sonst spenden immer nur die Erwachenen. Er möchte einfach nur, dass jedes Kind etwas gibt, was es geben kann und möchte , einfach nur, um zu teilen. Und um vor allem kranken Kindern gerade zu Weihnachten ein kleines Lächeln ins Gesicht zu zaubern.“

Der Bürgerverein „Wir für Unna“ ist begeistert von Noahs Einsatz. „Wir unterstützen selbstverständlich Noah dabei, damit Weihnachten für viele arme Kinder schöner und wärmer wird“, freut sich WfU-Vorsitzende Margarethe Strathoff über dieses soziale Engagement des gerade erst 11-jährigen Schülers.

Sie findet Noahs Aktion bewundernswert. „Es ist heutzutage nicht selbstverständlich, dass Kinder an andere Kinder denken, denen es nicht so gut geht. Dieses Beispiel zeigt, dass unsere Zukunft viel gute Energie und Hoffnung in sich trägt!“

Die Spendendosen hat Maggie Strathoff dem jungen Spendeninitiator besorgt und gemeinsam mit ihm und seiner Mutter individuell gestaltet. Nun sammelt Noah schon eifrig Geld in seinem Freundeskreis.

Öffentlich sind die Dosen bis zum 21. Dezember in verschiedenen Geschäften und Lokalitäten in der Innenstadt zu finden: z. B. bei  Strathoff an der Wasserstraße, auf der Bowlingbahn in der Flügelstraße und im Alimentari am Rathaus.

Und natürlich helfen auch Noahs Eltern kräftig mit beim sozialen Engagement ihres Sohnes: Eine Spendendose steht bereits bei Dr. Ghiassi in der Orthopädiepraxis in Dortmund am Hellweg – mit der freundlichen Aufforderung, sie eifrig zu füttern.

Das Geld soll anschließend z. B. ans Kinderhospiz und die Lebenshilfe weitergegeben werden.

Facebookrss