Zum „Sicheren Hafen Unna“ jetzt aktive Seenotrettung der Ev. Kirche – Unterstützung aus Königsborn

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Fotoquelle: https://www.ekd.de
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Als Bündnispartner im Städtenetzwerk „Sicherer Hafen“ hat sich die Stadt Unna per rotgrünem Ratsbeschluss dazu verflichtet, zusätzlich zu ihren regulär zugewiesenen Asylbewerbern weitere Menschen aus der Seenotrettung aufzunehmen.

Dass es mehr werden, dafür will ab sofort die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) auch persönlich sorgen. Sie stellte gestern das Bündnis „United4Rescue“zur Unterstützung der zivilen Seenotrettung im Mittelmeer vor.

Auf der Facebookseite der Ev. Kirchengemeinde Königsborn (Evanglisch in Königsborn) wurde der neu gegründete Verein sofort mit Nachdruck unterstützt: „Man lässt keine Menschen ertrinken.“ – „Die tun was. Punkt.“

„United4Rescue“ soll Geld sammeln, um der Organisation „Sea Watch“ ein zusätzliches Rettungsschiff zu ermöglichen. EKD-Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm sagte, angesichts der Ertrunkenen im Mittelmeer dürfe man „nicht nur reden, sondern müsse handeln“. Der geplante Kauf eines Schiffes sei auch ein „politisches Zeichen“ an die europäischen Regierungen, dass endlich eine funktionierende Seenotrettung etabliert werden müsse.

Die Ev. Kirche im Rheinland unterstützt das geplante Rettungsschiff mit 100.000 Euro. Die oldenburgische Kirche gab bekannt, dem Aktionsbündnis beizutreten, will 20.000 Euro für den Kauf des Rettungsschiffs spenden.

United 4 Rescue – Gemeinsam Retten!“ ist ein Bündnis von rund 40 Partnern aus Kirchen, Kommunen, Vereinen und Initiativen. Es kritisiert die Kriminalisierung der Seenotrettung und fordert faire Asylverfahren. Der Trägerverein wurde Mitte November gegründet. Das Projekt ist nach Angaben des Vereins auf mindestens drei Jahre angelegt.

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2 KOMMENTARE

  1. Ich hätte es besser gefunden, die ev. Kirche hätte es bei der deutschen Bezeichnung „Gemeinsam Retten“ gelassen. Wir haben genug Englisch in unserer Sprache, die ältere Menschen schon nicht verstehen, und den Jüngeren unter uns geht die Lebendigkeit ihrer eigenen Sprache mehr und mehr verloren!

  2. Ich denke, den Kirchen sind die Menschen die dort auf See „gerettet“ werden im Grunde egal. Dass die Rettung auf See auch oft eine Propagandalüge ist, das ist ein weiterer Baustein aus dem dieser ganze Wahnsinn besteht. Hier wird nichts nachgefragt, hier wird naiv und die Realität leugnend jeder der sich auf den Weg über das Mittelmeer macht zum armen Opfer verklärt. So viele Lügen und so viel Naivität. Ausbaden müssen wir alle diese Realitätsverweigerung. Verbrechen, Plünderung der Sozialkassen, Wohnungsnot, Unmengen von Geld die ausgegeben werden. Für was? Für eine Illusion von Menschenliebe die unserem Land schwer schaden wird. Es wird nicht mehr lange dauern, da wird man von diesen Gutmenschen nur noch mit Hass, Verachtung und Wut sprechen. Es wird nicht mehr lange dauern. Aber viele haben schon die Faust in der Tasche. Noch funktionieren die Lügen in Politik und Medien, Kirchen und Gewerkschaften. Noch funktionieren die Einschüchterung und Ausgrenzung. Noch.