Kolter-Nachfolge: SPD Unna will am Sonntag offiziell ihre Bürgermeisterkandidatin küren

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Katja Schuon, Bürgermeisterkandidatin der SPD Unna. (Foto RB)
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Das Votum des Stadtverbandsvorstandes fiel Ende September einstimmig aus, an diesem Sonntag nun will die Unnaer SPD ihre Bürgermeisterkandidatin nun auch offziell nomonieren. In der Stadthalle beginnt um 10 Uhr die Vertreter/innenversammlug für die Bürgermeisterkandidatur. Der einzige Vorschlag des Stadtverbandsvorstandes lautet Katja Schuon.

Die Leiterin des Kreisjugendamtes und Mutter zweier Kinder soll nach dem Ende der „Ära Kolter“ im September kommenden Jahres als oberste Verwaltungschefin ins Unnaer Rathaus einziehen. Unna, so erklärten Parteichef Sebastian Laaser und Stellvertreterin Anke Limbacher bei Schuons Vorstellung am 27. September, sei „reif für eine Bürgermeisterin“.

„Ich kann Unna gestalten und nicht nur verwalten. Mit meiner Kompetenz und meiner Erfahrung, mit meiner Liebe für diese Stadt und als überzeugte Sozialdemokratin bewerbe ich mich als Bürgermeisterin“,

so hatte sich Katja Schuon bei ihrem ersten Presseauftritt als Kandidatin in spe vorgestellt.

Die 45jährige Diplom-Betriebswirtin und Diplom-Verwaltungswirtin arbeitet seit 26 Jahren in wechselnden Positionen bei der Kreisverwaltung, unter anderem als Büroleiterin des Landrats und seit Jahresbeginn 2019 als Leiterin des Fachbereichs Familie und Jugend mit Personalverantwortung für rund 80 Mitarbeitende.

Der noch am Tag des Pressetermins als sicherer Anwärter gehandelte Landtagsabgeordnete Hartmut Ganzke aus Massen verzichtete auf eine Kandidatur. Kurzfristige überraschende weitere Bewerber bei der Wahl am Sonntag sind nicht zu erwarten.

Ihre Freude auf einen erstmaligen weiblichen Chef in Unnas Rathaus hatte bei der letzten Hauptausschusssitzung auch Grünen-Chefin Charlotte Kunert kundgetan. Zeugen dieser öffentlichen Sympathiekundgebung sahen sich in der Vermutung bestätigt, dass die Grünen für die Wahl am 13. September keine/n eigene/n Kandidat/in nominieren, sondern die Bewerberin der SPD mit unterstützen wollen – dies würde den derzeit mehr als auffälligen „Schmusekurs“ der SPD mit den Grünen erklären, die plötzlich reihenweise auf grüne Themen umschwenkt – im Fall der Realschule Massen (Standort Freizeitbadbrache/Flugschneise) vollzog sie dazu eine Wende von 180 Grad.

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