„Brauche Hilfe“ – 19-Jähriger bittet um Asyl und fliegt als gesuchter Räuber auf

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Symbolbild Pixabay
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Er benötige Hilfe, bat der junge Mann die Bundespolizisten, er sei neu in Deutschland. Die Beamten leiteten die notwendigen Maßnahmen für den Start eines Asylverfahrens ein – allerdings mit abruptem Ende. Denn dieser 19-Jährige war ein gesuchter Straftäter.

Am Donnerstagmittag, 5. 12.,  erschien der junge Algerier auf der Bundespolizeiwache am Dortmunder Hauptbahnhof. Er erklärte ihnen, dass er ganz neu im Land sei und nicht wüsste, was er jetzt tun solle. Er wolle gern Asyl beantragen.

Die Bundespolizisten begannen routinemäßig mit den erforderlichen Maßnahmen, zu denen auch die Abnahme und der Abgleich der Fingerabdrücke zählten. Dabei stellte sich heraus: Dieser junge Mann hatte bereits 2018 einen Asylantrag gestellt, allerdings unter einer „Alias-Identität“.

Die Beamten überprüften diese „erste Identität“ mal genauer – und landeten bei einem Untersuchungshaftbefehl des Amtsgerichts in Gießen. „Dort gilt der Mann als Tatverdächtiger in einem Strafverfahren wegen räuberischen Diebstahls bzw. Raubes“, berichtet Bundespolizeisprecher Volker Stall. „Er durfte daraufhin in der Wache bleiben.“

Am Nikolaustag brachten ihn Bundespolizisten nach Gießen, wo er dem Haftrichter am Amtsgericht vorgeführt wurde. Zusätzlich leitete die Bundespolizei ein Strafverfahren wegen unerlaubten Aufenthaltes gegen den 19-Jährigen ein.

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